Bald bequemer Bahnfahren
Weniger Fahrzeit, weniger Umsteigen und bessere Anbindungen – dafür soll die neue Bahnschleife im Riggertal sorgen. Während der Bauarbeiten fährt die Bahn zeitweise nicht.
Für das derzeit größte Mobilitätsvorhaben des Landes, die Riggertalschleife, zum Teil bezahlt mit Geldern für die Olympischen Winterspiele 2026, laufen die Arbeiten. Damit wird das Pustertal in den nächsten Monaten direkt an die Brennerbahnlinie angeschlossen. So entsteht eine durchgängige Zugverbindung ohne Umsteigen für die gesamte östliche Landeshälfte – eine echte Alternative zur vielbefahrenen Pustertalerstraße und eine Entlastung für die Umwelt. Fahrgäste, die vom Pustertal ins Eisacktal und weiter nach Bozen unterwegs sind oder umgekehrt, können bis zu 17 Minuten Fahrzeit sparen. Außerdem wird der gesamte Fahrplan stabiler, wodurch die Pünktlichkeit steigt. Mit der neuen Zughaltestelle, die in Schabs angelegt wird, haben noch mehr Menschen Zugang zur Bahn. „Zusammen mit weiteren Bahnprojekten in anderen Landesteilen ist das Vorhaben für das Schaffen eines Taktfahrplans für die Bahn wichtig: also für noch besser aufeinander abgestimmte Fahrten nach einem festen Rhythmus und für die Abstimmung der öffentlichen Verkehrsmittel insgesamt“, sagt der Direktor des Mobilitätsressorts Martin Vallazza.
Vier Kilometer lange Bahnschleife. Die fast vier Kilometer lange Schleife für die Bahn im Riggertal verläuft unter der Brennerautobahn und der Brennerstaatsstraße in einem 800 Meter langen Tunnel, überquert den Eisack mit einer 172 Meter langen Bogenbrücke, führt über einen Kilometer entlang der Pustertaler Staatsstraße (SS 49bis) und bindet dann mit einem 450 Meter langen Tunnel und der neuen Haltestelle Schabs an die bestehende Bahnlinie an. Gebaut wird die Riggertalschleife vom Schienennetzbetreiber RFI und der Tochterfirma Italferr.
Bahnsperre ab 15. Dezember. Die Arbeiten sind bereits gestartet. Ab Mitte Dezember wird auf der Bestandsstrecke gearbeitet. Dazu allerdings muss RFI den Bahnverkehr sperren. Auf der Strecke Franzensfeste-Bruneck verkehren deshalb ab 15. Dezember für circa ein Jahr keine Züge. Über das Mobilitätsressort wurde ein Ersatzdienst mit Bussen zwischen Brixen und Bruneck im Halbstundentakt mit einer Fahrzeit von 52 Minuten und den Haltestellen Brixen Bahnhof, Brixen Busbahnhof, Mühlbach Zentrum, Vintl Bahnhof, Kiens Zentrum, Abzweigung Ehrenburg, St. Lorenzen Bahnhof und Bruneck Bahnhof eingerichtet. Die Bahnstrecke Bruneck-Innichen hingegen wird 2025 von Mitte April bis Anfang Juni, also etwa 50 Tage, gesperrt. Für die Fahrgäste gibt es einen Ersatzdienst mit Bussen im Halbstundentakt. RFI nutzt die gesamte Zeit der Sperre, um die Bestandsstrecke zwischen Franzensfeste und Bruneck zu modernisieren, das Zugleitsystem ETCS einzubauen und die Oberleitungen auszutauschen.
Alle Infos zur neuen Pustertalbahn:
https://www.suedtirolmobil.info/de/news/details/neue-pustertalbahn
san
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