[Externer Link] Webseite - Autonome Provinz Bozen - Südtirol

Drei-Zinnen-Hütte wird umweltneutral

23.02.2026

Mitten in den Dolomiten bietet die Drei-Zinnen-Hütte Gästen Schutz und Orientierung. Nun wird für die Umwelt und für die Sicherheit in modernste Technologien investiert.

Für die Drei-Zinnen-Hütte in den Sextner Dolomiten wird ein neues Abwassersystem sowie ein neuer Strom- und Glasfaseranschluss errichtet. (Foto: LPA)
Für die Drei-Zinnen-Hütte in den Sextner Dolomiten wird ein neues Abwassersystem sowie ein neuer Strom- und Glasfaseranschluss errichtet. (Foto: LPA)

Die Einzigartigkeit der Dolomitenlandschaft zu bewahren und zugleich einem zunehmend „reel-tauglichen“ Hochgebirgstourismus gerecht zu werden: Dieser Herausforderung stellt sich die auf 2.438 Metern Höhe gelegene Drei-Zinnen-Hütte (Sepp-Innerkofler-Hütte). Schließlich liegt die Hütte mitten im Unesco Weltnaturerbe Dolomiten. Sie ist Anziehungspunkt für über 160.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr, mit Spitzen von bis zu 2.000 Personen pro Tag. Gleich mehrere wichtige Infrastrukturen sollen entlang einer einzigen Trasse – gut aufeinander abgestimmt – angelegt werden.

Abwasser, Strom und Glasfaser. Um das Vorhaben umzusetzen, braucht es die Zusammenarbeit von vier Partnern: Land Südtirol, Energieverteilergesellschaft Edyna, Gemeinde Sexten und die Sektion Padua des italienischen Alpenvereins CAI, in dessen Eigentum sich die Schutzhütte befindet. Eine eigene Vereinbarung regelt die Kooperation. Neben einer neuen Abwasserleitung sollen die Stromversorgung und die Glasfaseranbindung auf einer Trasse von etwa 4,8 Kilometern neu verlegt werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 3,9 Millionen Euro.

„Die koordinierte Umsetzung ermöglicht es, die Umweltbelastung zu verringern, die Ressourcen zu optimieren und die Funktionalität der Hütte erheblich zu verbessern – zum Nutzen sowohl der Betreiber als auch der zahlreichen Menschen, die das Gebiet jedes Jahr besuchen“, betont der Landesrat für Hochbau und Vermögen Christian Bianchi.

Neuer Senderstandort für den Zivilschutz. „In Bezug auf die Funkabdeckung ist dieses Gebiet bisher völlig unerschlossen“, berichtet Marco Springhetti, Direktor der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst. „Der Bevölkerungsschutz plant daher, in der Nähe der Hütte eine Senderstation zu errichten, um die Kommunikation mit den Rettungsdiensten zu gewährleisten. Natürlich benötigt der Sender Strom und einen Glasfaseranschluss als Backup“, erklärt Springhetti. „Derzeit gibt es keinen Stromanschluss, nur zwei Generatoren, die täglich 150 Liter Diesel verbrauchen und erhebliche Umweltbelastungen verursachen“, berichtet Springhetti. Zudem soll die aktuelle Abwasserentsorgungsanlage durch eine neue Leitung ersetzt werden, die an das Kanalisationsnetz der Gemeinde Sexten anschließt.

Die Trasse für die Infrastruktur führt von der Talschlusshütte entlang des Altsteintals und folgt dem Wanderweg entlang von Felspassagen und steilen Anstiegen bis zur Hütte. Dies dürfte die Arbeiten laut Hochbauressort besonders anspruchsvoll machen. Während der Bauarbeiten muss gewährleistet werden, dass Wanderinnen und Wanderer den Weg weiterhin nutzen können, weshalb es besondere Sicherheitsmaßnahmen braucht. Außerdem sei die Höhenlage, in der die Arbeiten ausgeführt werden, ebenso zu berücksichtigen wie das enge Zeitfenster von Mai bis Oktober, das die Arbeiten erlaube, so Abteilungsdirektor Springhetti.

ee/san

Sie finden uns hier

Abonnieren

Jede gedruckte Ausgabe: Kostenlos in Ihrem Briefkasten

Jetzt bestellen

Stets informiert per Newsletter: Keine Online-Ausgabe verpassen

Abonnieren

Redaktion

Presserechtlich verantwortlich:
Margit Piok (pio)

Koordination: Monika Pichler (mpi), Maurizio Di Giangiacomo (mdg)
Redaktion: Maja Clara (mac), Elisa Egidio (ee), Carmen Kollmann (ck), Thomas Laconi (tl), Gabriel Marciano (gm), Ursula Pirchstaller (pir), Angelika Schrott (san), Katharina Trocker (kat).


Kontakt

44. Agentur für Presse und Kommunikation
Landhaus 1, Silvius-Magnago-Platz 1
39100 Bozen
Tel. +39 0471 41 22 10