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Erfolgsgeschichte "Vermiglio"

19.02.2025

In Südtirol herrscht nach den internationalen Erfolgen des Films „Vermiglio“ große Begeisterung. Die Produktion ist das Ergebnis einer gezielten Förderung der Film- und Medienlandschaft – ein Sektor mit starkem Zuwachs.

Südtirols Filmsektor im Umbruch: Das Land Südtirol gehört zu den 20 wichtigsten Provinzen Italiens, was die Wertschöpfung und die Beschäftigung im Bereich der kulturellen und kreativen Produktion betrifft. (Foto: Sebastian Stern)
Südtirols Filmsektor im Umbruch: Das Land Südtirol gehört zu den 20 wichtigsten Provinzen Italiens, was die Wertschöpfung und die Beschäftigung im Bereich der kulturellen und kreativen Produktion betrifft. (Foto: Sebastian Stern)

Jede Filmszene spiegelt Kreativität, Energie, Leidenschaft und Planung wider. Hinter dem Erfolg und den Auszeichnungen von „Vermiglio“, unter der Regie von Maura Delpero, die aus Leifers stammt, steht eine sorgfältige Netzwerkarbeit, die oft im Verborgenen bleibt. „Man muss sich bewusst machen, dass nicht jede Idee zu einem Film wird und nicht jeder Film einen Oscar gewinnt“, erklärt Luca Bizzarri, Direktor des Landesamtes für Weiterbildung, Bibliotheken und audiovisuelle Medien der Landesabteilung Italienische Kultur. Dieses Amt nimmt eine zentrale Rolle im cineaudiovisuellen Netzwerk Südtirols ein, da es „Vermiglio“ ermöglichte, die ersten Schritte in Richtung eines weltweiten Erfolgs zu tun. Die große internationale Beachtung des Films ist der gut verankerten Kooperation zu verdanken, die Südtirol zu einer der 20 führenden Provinzen Italiens in Bezug auf Wertschöpfung und Beschäftigung im Kultur- und Kreativsektor gemacht hat (Daten von 2022, „Io Sono Cultura 2023“, Fondazione Symbola). 

Ein Traum mit langer Vorgeschichte. „Vermiglio“ ist das sichtbare Ergebnis eines langen Prozesses, den Südtirol seit Jahren fördert, um den audiovisuellen Sektor zu unterstützen. „Die Dezentralisierung der finanziellen Unterstützung für Film- und audiovisuelle Produktionen, die von den lokalen Filmkommissionen gewährleistet wird, hat es einheimischen Projekten ermöglicht, stärker in unserem Land Fuß zu fassen und mit lokalen Produktionen in Kontakt zu treten“, betont Bizzarri. „Dies hat den audiovisuellen Bereich der kulturellen und kreativen Wirtschaftszweige aufgewertet und gestärkt.“ Der Aufstieg von „Vermiglio“ folgte einem inzwischen bewährten Ablauf in Südtirol. In der Entwicklungsphase erhielt das Projekt von Maura Delpero 2021 einen Beitrag aus dem lokalen Fonds, der vom Land Südtirol bereitgestellt wurde – durch Mittel der IDM Film Commission und der Abteilung Italienische Kultur. Diese Förderung richtet sich an Produktionen oder Autoren, die ein Projekt mit Bezug zu Südtirol realisieren – unabhängig davon, ob sie lokal oder international sind. „Vermiglio“ setzte seinen erfolgreichen Weg fort, bis hin zur Produktion durch Cinedora und Rai Cinema sowie internationalen Auszeichnungen. Besonders hervorzuheben sind die Auszeichnung mit dem „Silbernen Löwen“ bei den 81. Internationalen Filmfestspielen von Venedig und die Nominierung für die Filmauswahl Italiens bei den Oscars 2025 in der Kategorie „Bester internationaler Film“. 

Eine Branche zwischen italienischer und deutscher Kultur. „Das Interessanteste an diesem erfolgreichen Kreislauf ist, dass er den kulturellen mit dem professionellen Aspekt verbindet und so zahlreiche Möglichkeiten in dieser Branche schafft, in der die öffentliche Hand in alle Bereiche hineinwirkt“, betont Luca Bizzarri. „Auf regionaler Ebene wurden 2019 500 kulturelle und kreative Unternehmen erfasst: Zahlen, die auf eine große Dynamik im Gebiet hinweisen“, ergänzt er Erhebungen aus dem Jahr 2018. „Dies ist einer der Bereiche, in einen die institutionelle Zusammenarbeit zwischen italienisch- und deutschsprachigen Ämtern bestens gelingt“, fügt er hinzu. Das Netzwerk ist sehr umfangreich und umfasst neben der bereits erwähnten IDM Film Commission auch die Filmschule Zelig, ein internationaler Bezugspunkt im Bereich Dokumentarfilm, den Filmclub mit seinem stetig wachsenden Bolzano Film-Festival-Bozen und den RAI-Sitz in Bozen. Auch die Freie Universität Bozen ist Teil dieses Netzwerks, da viele ihrer Studiengänge großes Interesse am audiovisuellen Bereich zeigen.

tl (pio)

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