Klimafit in die Zukunft
Öffentliche Gebäude klimafit machen: Das ist das Ziel des Projekts „Building Renovation+“ für die energetische Aufwertung der Landesimmobilien. Damit sollen 36.000 Tonnen CO2 eingespart werden.
Nicht nur nachhaltig, sondern auch effizient und modern in Sachen Gebäudeverwaltung sollen sich die Immobilien des Landes Südtirol präsentieren, die im Zuge des Programms „Building Renovation+" saniert werden. Damit möchte die Landesverwaltung einen großen Schritt in Richtung Erreichung der Ziele des „Klimaplans Südtirol 2040" setzen: Neben der Verringerung des Emissions-Ausstoßes steht ein Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen und eine Optimierung des Energiekonsums im Mittelpunkt.
CO2-Emissionen eindämmen. Das „Building Renovation+“-Programm verfolgt vier Hauptziele: die energetische Sanierung der Immobilien in Eigentum des Landes Südtirol unter Einbindung privater Partner, die die Anfangsinvestition tätigen; die Verwaltung der Gebäude durch die privaten Partner im Rahmen einer Konzession, die auch die ordentliche Instandhaltung umfasst; mittelfristig eine deutliche finanzielle Ersparnis für die öffentliche Verwaltung; und schließlich eine messbare Eindämmung der Emissionen.
„Die geplanten Eingriffe sollen eine jährliche Einsparung von 2200 Tonnen CO₂ mit sich bringen, 36.000 Tonnen CO2 sollen es im Laufe der 20-jährigen Konzession werden“, erklärt der Energy Manager der Landesverwaltung, Daniel Bedin. „Das entspricht einer Filterleistung von etwa 40.000 Bäumen." Bedin, Direktor der Landesabteilung für Hochbau, Aufwertung des Vermögens, Kataster und Grundbuch, wird das Projekt „Building Renovation+" in organisatorischer Hinsicht begleiten.
Das Projekt wird vom Landesressort für Hochbau, Aufwertung des Vermögens, Grundbuch und Kataster in Zusammenarbeit mit Eurac research, der Klimahaus-Agentur und Euregio plus durchgeführt. Die Abwicklung wurde dem Energieunternehmen Engie Italia - in zeitlich begrenzter Zusammenarbeit mit Dolomiti Energia solutions - übertragen.
Investition von 57 Millionen Euro. In der Anfangsphase ist für 25 öffentliche Gebäude, die besonders viel Energie verbrauchen, eine Investition von etwa 57 Millionen Euro vorgesehen. Ermittelt werden konnten diese energieintensiven Immobilien über eine Analyse des Energy Reports. Dieser Bericht, die seit zehn Jahren laufend aktualisiert wird, liefert der öffentlichen Verwaltung ein klares Abbild des Zustandes der öffentlichen Gebäude. Er hat es ermöglicht, Prioritäten zu setzen und gezielt Maßnahmen dort zu ergreifen, wo der Nutzen am größten ist.
„Das Projekt Building Renovation+ zeigt uns, wie Nachhaltigkeit ganz konkret in die Verwaltung des öffentlichen Gebäudebestands integriert werden kann“, sagt Christian Bianchi, Landesrat für Hochbau, Aufwertung des Vermögens, Grundbuch und Kataster. Mit Building Renovation+ solle das Land Südtirol zu einem nachahmenswerten Beispiel für Innovation und Nachhaltigkeit in der öffentlichen Immobilienverwaltung werden, wünscht sich Bianchi.
25 Gebäude klimafit machen. Der Startschuss für das Projekt wurde 2019 mit der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem „European energy efficency found" (Eeef) und dem Land Südtirol gegeben, gefolgt von einem Landesregierungsbeschluss. Anschließend wurde eine Markterhebung durchgeführt und das Energieunternehmen Engie Italia ausgewählt. 2024 schließlich erfolgte die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem Unternehmen. Im Zuge des „Building Renovation+“-Programms werden 25 Landesimmobilien saniert und klimafit gemacht, wovon zwölf in „nZebs" - also „nearly Zero energy buildings" - verwandelt werden sollen. Aufgewertet werden auch 13 Schulgebäude: „Das soll den Einsatz der öffentlichen Hand zugunsten der neuen Generationen unterstreichen“, so Bedin.
16 der insgesamt 25 zu sanierenden öffentlichen Gebäude befinden sich in Bozen, zwei in Meran, drei in Brixen und vier in Bruneck. In Bozen werden die Landhäuser 1 (Palais Widmann), 2, 3, 3B, 6 und 7 saniert. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen werden 14 Photovoltaik-Anlagen installiert, die zu einer Energieeinsparung von 40 Prozent führen sollen. Weiters wird eine Fläche von insgesamt 56.000 Quadratmetern neu isoliert, Fenster und Türen werden auf einer Fläche von 17.000 Quadratmetern ausgetauscht. Ein wichtiger Eingriff umfasst auch den Austausch der Innenraumbeleuchtung in den Gebäuden und das Anbringen von mechanischen Belüftungsanlagen.
Beitrag zur Energiewende. Mit dem Projekt Building Renovation+ will die Landesverwaltung einen konkreten Beitrag zur Energiewende leisten. Das Land Südtirol setzt mit dem Vorhaben ein Zeichen: „Wir möchten ein Modell schaffen, das innerhalb der Landesverwaltung weiter ausgebaut, aber auch von den Südtiroler Gemeinden übernommen werden kann“, so Bedin abschließend.
an (pir)
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