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Mehr Mobilität fürs Pustertal

09.12.2024

Viele Eingriffe an vielen Orten sollen die Mobilität von Fahrrad, Auto, Bus bis hin zur Bahn im Pustertal in den kommenden Monaten verbessern – nicht nur für Olympia 2026, sondern weit darüber hinaus.

 Die Mobilität im Pustertal, aber nicht nur, soll nachhaltig ausgebaut werden: Auch die grenzüberschreitende Straße 
auf den Valparolapass wird verbessert und mit einer Radspur ausgestattet. (Foto: Ivan Brentegani)
Die Mobilität im Pustertal, aber nicht nur, soll nachhaltig ausgebaut werden: Auch die grenzüberschreitende Straße auf den Valparolapass wird verbessert und mit einer Radspur ausgestattet. (Foto: Ivan Brentegani)

Der SüdtirolPlan für die Mobilität von Morgen ist unter Dach und Fach. Darin steht, dass die Zug-Infrastruktur massiv ausgebaut wird. Zugfahren soll weitgehend ohne Umsteigen möglich sein, stabile Fahrpläne und noch besserer Service inklusive. Bus und Rad sollen weiter Fahrt aufnehmen und die Straßen vor allem sicher sein. Da kommen dem Land die Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026 zupass, zumindest im Pustertal. „Von den Gemeinden schon lange geforderte und bereits geplante Projekte für ein sicheres Verkehrsnetz und eine bessere Anbindung an Bus und Bahn, aber auch fürs Radfahren, können wir bei dieser Gelegenheit und mit den Olympia-Geldern aus Rom umsetzen“, sagt Mobilitätslanderat Daniel Alfreider. 

Arbeiten laufen auf Hochtouren. Schon jetzt und vor allem in den kommenden Monaten wird im Pustertal auf Hochtouren gearbeitet. Wichtiges Ziel ist es, die Mobilitätsinfrastruktur in der östlichen Landeshälfte und darüber hinaus nachhaltig zu verbessern. „Es geht um Eingriffe, die für die Mobilität insgesamt und somit die Entwicklung des Tals bedeutend sind und nicht nur, um die Mobilität bei den Olympischen Spielen 2026 zu erleichtern“, sagt Tiefbauabteilungsdirektor Umberto Simone. 

Nach dem Jahreswechsel werden nach Antholz wird eine schlichte, plangleiche Kreuzung mit Kreisverkehr, Fuß- und Radweg sowie Anschlusswegen für nahe Gebäude angelegt“, erklärt Florian Knollseisen, Direktor des Landesamtes für Straßenbau Nord-Ost. Beim Kirchlein, das bisher komplett von der Straße eingekreist und fast nicht zugänglich war, entsteht ein freier Platz als Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. 

Am Kreuzungsbereich Richtung Olang, der aufgrund der vielen Lkws, die den Punkt passieren, schwieriger zu sichern sei als jener in Rasen-Antholz, wird ein Kreisverkehr mit Unterführung gebaut. Zusätzlich sollen an der Kreuzung zwei Bushaltestellen und eine neue Radverbindung talseits der Straße entstehen. Damit werde vor allem die Anbindung an den Bahnhof Olang auch für Busse verbessert und der Radweg bis zum Bahnhof weitergeführt, sagt Simone. 

Viele Mobilitätsknotenpunkte. „Im Grunde wird jeder Bahnhof an der Hauptachse zu einem kleinen Mobilitäts-Hub, einem Knotenpunkt zum Umsteigen von einem Verkehrsmittel auf ein anderes“, sagt Mobilitätsressortchef Martin Vallazza. In Toblach soll ein neuer Anschluss der Pustertaler Staatsstraße und der Staatsstraße nach Cortina an den Zugbahnhof in Toblach entstehen. Der Platz am Bahnhof wird aufgewertet und soll die Mobilitätsmittel vernetzen. Eine passende Brücke soll den störungsanfälligen Bahnübergang in Innichen beseitigen, damit es weniger Ausfälle bei der Bahn gibt.

Bereits gebaut wird an der neuen StahlBeton-Brücke an der Landesstraße ins Antholzertal oberhalb von Antholz Mittertal. Ebenso laufen die Sicherungsarbeiten auf der Landesstraße auf den Valparola-Pass, wo auch eine Radspur angelegt wird. Die Passstraße wird besser befestigt und teilweise verlegt, damit sie besser vor Erdrutschen und Lawinen geschützt ist und die Erreichbarkeit des Gadertals auf dieser Strecke aufrecht bleibt.

Umfahrung Percha. Voran geht auch der Bau der rund drei Kilometer langen Umfahrung von Percha, allerdings nicht so schnell wie geplant. Vor allem im Westen gestalten sich die Arbeiten aufgrund der Geologie schwierig und die Fertigstellung kann sich deshalb wesentlich verzögern, ja sogar auf die Zeit nach den Olympischen Spielen 2026 verschieben, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau Nord-Ost. 

Zur Umfahrung von Percha gehört ein 2,3 Kilometer langer Tunnel, von dem 632 Meter in offener und 1685 Meter in geschlossener Bauweise verwirklicht werden. Beginnend an der westlichen Dorfeinfahrt gibt es einen 358 Meter langen, offenen Abschnitt. Die Trasse verläuft teilweise talwärts von Percha und teilweise bergwärts der Pustertaler Staatsstraße, wobei der nördlichste Teil von Unterwielenbach unterirdisch durchquert wird. Die Umfahrung von Percha ist, neben der Bahnschleife im Riggertal, das derzeit größte Projekt im Infrastrukturprogramm des Maßnahmenpakets des Landes für das Pustertal für die kommenden Jahre.

Für die Riggertalschleife sind die Arbeiten bereits gestartet und bewirken ab Dezember eine längere Bahnsperre. Nach der Fertigstellung soll die fast vier Kilometer lange Schleife mehr als 15 Minuten Zeitersparnis für die Fahrgäste und weniger Umstiege bringen und wesentlich dazu beitragen, dass die Bahn im Pustertal so richtig Fahrt aufnimmt.

san

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