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Mit den Öffis statt mit dem Auto

17.07.2024

Damit noch mehr Urlaubsgäste von Auto auf Bus oder Bahn umsteigen, gibt es die neue Gästekarte in Südtirol jetzt digital und fast flächendeckend.

Urlaub ohne Auto – darauf setzt Südtirols Tourismus: Gäste erhalten beim Buchen via Mail den Guest Pass und sollen autofrei unterwegs sein. Eingenommenes Geld und gesammelte Daten fließen in die Verbesserung der Öffis. (Foto: Michael Ranalter)
Urlaub ohne Auto – darauf setzt Südtirols Tourismus: Gäste erhalten beim Buchen via Mail den Guest Pass und sollen autofrei unterwegs sein. Eingenommenes Geld und gesammelte Daten fließen in die Verbesserung der Öffis. (Foto: Michael Ranalter)

Wenn die Müllers oder Rossis nächstes Jahr ihren Urlaub in Südtirol buchen, bekommen sie den Südtirol Guest Pass für die öffentlichen Verkehrsmittel gleich via Mail und können ihn dann digital am Smartphone oder ausgedruckt nutzen. Damit will man noch mehr Urlaubsgäste dazu bringen, ihre Ausflüge und vielleicht auch schon die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu planen, damit weniger Pkws auf den Straßen unterwegs sind. „Das ist eine erste ehrliche und konkrete Antwort auf die Frage nach mehr Nachhaltigkeit”, sagt Tourismuslandesrat Luis Walcher.

Keine Gratis-Fahrten. Der neue Südtirol Guest Pass wird schon heuer rund 20 Millionen Euro in die Landeskasse bringen, statt bisher 6 Millionen Euro. „Die Gäste fahren nämlich nicht gratis“, erklärt Sophia Oberjakober, die Geschäftsführerin des Mobilitätskonsortiums, das den Guest Pass ausgearbeitet und umgesetzt hat. Pro Übernachtung zahlt der Tourismusbetrieb, in dem die Familie Rossi urlaubt, 60 Cent pro Person und Tag in die Landeskasse, egal ob die Müllers oder Rossis Bus und Zug überhaupt nutzen. „Diese Abgabe wird in den kommenden drei Jahren weiter auf 80 Cent steigen“, kündigt Mobilitätsressortchef Martin Vallazza an. Jetzt schon betragen die Einnahmen über die Gästekarte 30 bis 40 Prozent der Gesamteinnahmen der Öffis, so Vallazza. Alle Verwaltungskosten für den Guest Pass werden ebenfalls über den Tourismus bezahlt. Bis Jahresende soll die Gästekarte auf das digitale System umgestellt sein. Insgesamt 500 Programmierstunden wurden laut Ambros Hofer, Präsident des Landesverbands der Tourismusorganisationen Südtirols, in diese Umstellung gesteckt. Zehn Tourismusorganisationen arbeiten schon diesen Sommer komplett digital. „Damit liegen dann jede Menge Daten zur Mobilität in Echtzeit vor“, sagt Markus Schröcksnadel vom Unternehmen Feratel, das die Software bereitgestellt hat.

Mobilitätsdaten für Verbesserung nutzen. Die Daten werden genutzt, um die öffentlichen Verkehrsmittel weiter zu verbessern, denn sie zeigen, wo es noch mehr Kapazität braucht und wo die Takte verdichtet werden müssen. „Wenn in kleine Dörfer alle halbe Stunde ein Bus fährt, ist das meist durch die starke Nachfrage seitens der Touristen gerechtfertigt, nutzen können den Bus dann aber alle”, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. So bietet der Ausbau der Öffis auch eine Chance für die Entwicklung der Dörfer und zugleich ein Schutzschild gegen die Abwanderung.

Rund 11.000 Betriebe und rund 36 Millionen Nächtigungen wurden im Vorjahr in Südtirol gezählt. Fast alle Tourismusorganisationen Südtirols beteiligen sich bei der Aktion Guest Card Südtirol, womit 97 Prozent der Gäste, die in Südtirol ankommen, Zugang zur Karte haben. Die Basis für das Projekt Südtirol Guest Card bildet ein Beschluss der Landesregierung von 2022 mit dem Ziel, Mobilität nachhaltiger zu machen, auch für die Urlaubsgäste. Mehrere Länder haben sich das Modell schon mit Interesse angeschaut. Wenn es gut läuft mit dem Guest Pass, überlegen die Müllers, dann könnte man das Auto für den Urlaub in Südtirol übernächstes Jahr doch glatt zu Hause lassen.

Alle Informationen zum Südtirol Guest Pass: https://www.suedtirolmobil.info/de/tickets/urlaub-und-freizeit/suedtirol-guest-pass 

san

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