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Mobilitätspreis: Ziel erreicht

05.12.2023

Radboxen, Duschen, Rückvergütung, Smart Working und Preise für die Mitarbeitenden – ein Betrieb, der auf diese Weise nachhaltige Mobilität fördert, hat 2023 den Südtiroler Mobilitätspreis gewonnen.

Einen eigenen trockenen und vor allem sicheren Platz zum Parken des Fahrrads gibt es für die Angestellten der Konverto AG, die zur Arbeit radeln (Foto: LPA/Tiberio Sorvillo)
Einen eigenen trockenen und vor allem sicheren Platz zum Parken des Fahrrads gibt es für die Angestellten der Konverto AG, die zur Arbeit radeln (Foto: LPA/Tiberio Sorvillo)

Immer mehr Unternehmen haben ein Auge, drauf, dass ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nachhaltig unterwegs sind – das beginnt schon beim Weg zur Arbeit und läuft mit Smart Working, Fahrradparkplätzen und anderen Maßnahmen weiter. 

Ein Highlight in diesem Sinne war heuer wieder der Südtiroler Mobilitätspreis, der von der Landesregierung verliehen und vom Bereich Green Mobility in der landeseigenen Sta – Südtiroler Transportstrukturen AG koordiniert wird. Während sich 2022 die Raiffeisen Landesbank Südtirol und der Schulsprengel Sterzing 1 den Preis für das umweltfreundlichste Unternehmen in punkto nachhaltige Mobilität teilten, konnte dieses Jahr die auf Internet- und Web-Service spezialisierte Firma Konverto AG aus Bozen aufs Siegtreppchen steigen. 

Das Konzept der nachhaltigen Mobilität von Konverto umfasst verschiedene Maßnahmen: Es gibt sichere Abstellplätze für die Fahrräder der der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, integrierte Duschen und schnelle Trockner, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Firmensitzes, die die Ladestation für Elektrofahrzeuge mit zwei und vier Rädern versorgt. Darüber hinaus zeigt sich Nachhaltigkeit auch am Arbeitsplatz durch Smart Working, also der Möglichkeit von daheim zu arbeiten, durch digitale Schulungsmodelle, den „Welfare Use“ für die Erstattung von Ausgaben mit dem SüdtirolPass und durch eine Sensibilisierungsaktion zum Thema Mobilität.

 „Unsere Sensibilisierungsaktion haben wir im Sommer gemacht. Dabei wurden die Schritte derjenigen gezählt, die zu Fuß zur Arbeit kommen, und die Kilometer derjenigen, die öffentliche Verkehrsmittel, auch in ihrer Freizeit, nutzen“, erklärt Brigitte Linger, die bei Konverto die interne Weiterbildung koordiniert und sich auch um Mobilität und Nachhaltigkeit kümmert. Die fleißigste „Fußgängerin“ erhielt einen Gutschein für Laufschuhe und dem „Champion“ im Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel wurde der SüdtirolPass aufgeladen. „Wir machen 60 bis 70 Prozent der Schulungen virtuell über E-Learning und Online-Kurse, was Fahrtkosten für Vortragende und Mitarbeitende spart, und es funktioniert sehr gut“, sagt Linger. 

Das gleiche gelte für das Smart Working: „Alle schätzen es und sparen nicht nur Kilometer und Zeit, sondern umgehen auch die negativen Aspekte des Verkehrs. Die Produktivität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, ist genauso hoch wie bei Anwesenheit. Einige geben sogar an, sich zuhause besser konzentrieren zu können“, fügt Linger hinzu. 

Beitrag für den Umweltschutz. Auf die wichtigste Frage, „Warum machen Sie das?“, antwortet Brigitte Linger mit einer einfachen Erklärung: „Um unseren Beitrag für die Umwelt zu leisten. Indem wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Unterstützung bieten, motivieren wir sie, aufs Auto zu verzichten, zu erkennen, dass es möglich ist - auch dank flexibler Arbeitszeiten - und es sich lohnt, es zu tun. 

Harald Reiterer, Leiter des Bereichs Green Mobility der Südtiroler Transportstrukturen AG - Sta, ist überzeugt, dass der Mobilitätspreis immer mehr Unternehmen dazu anregt, nachhaltige Mobilität zu unterstützen. „Das Hauptziel ist es, herausragende Initiativen und Projekte zur nachhaltigen Mobilität auszuzeichnen. Durch die Preise bekommen die Projekte nicht nur öffentliche Anerkennung, sondern vor allem Sichtbarkeit. So können sie als Modell dienen und andere dazu inspirieren, ebenfalls den Weg zu nachhaltiger Mobilität ein[1]zuschlagen“, erklärt Reiterer. Die Preisträger erhalten neben der Anerkennung und dem Prestige auch eine finanzielle Entschädigung, die dazu beitragen kann, das Projekt weiterzuentwickeln und auszubauen. „Kurz gesagt, möchten der Landtag und die Landesregierung durch den Mobilitätspreis die Entwicklung von innovativen Ideen und Strate[1]gien für nachhaltige Mobilität fördern“, sagt Reiterer. Inzwischen arbeitet der Bereich Green Mobility bereits an der nächsten Ausgabe des Mobilitätspreises und vielen weiteren Sensibilisierungsinitiativen.

mdg/san

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