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Müllerhütte nutzt saubere Energie

16.07.2025

Als erste Schutzhütte in Südtirol wird die auf über 3000 Metern Seehöhe an der Sonklarspitze gelegene Müllerhütte zu 100 Prozent mit grüner Energie versorgt.

Die größte Herausforderung des Projekts, nämlich der Bau der Wasserstoffanlage auf 3.150 Metern Seehöhe, konnte dank Helikoptern, die den Materialtransport erledigten, gemeistert werden. (Foto: Landesabteilung Vermögensverwaltung)
Die größte Herausforderung des Projekts, nämlich der Bau der Wasserstoffanlage auf 3.150 Metern Seehöhe, konnte dank Helikoptern, die den Materialtransport erledigten, gemeistert werden. (Foto: Landesabteilung Vermögensverwaltung)

Die 1909 erbaute Müllerhütte liegt auf 3.145 Metern Seehöhe in der Gemeinde Ratschings. Gemeinsam mit weiteren 25 Schutzhütten ging sie vom Staat in das Eigentum des Landes über. Als die Hütte saniert werden musste, entwickelte die Landesabteilung Vermögensverwaltung ein Pilotprojekt: Die Müllerhütte sollte über eine Wasserstoffanlage autonom und nachhaltig mit grüner Energie versorgt werden.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Visier. Heute wird die Müllerhütte - völlig unabhängig vom öffentlichen Stromnetz - mit einer Off-Grid-Anlage betrieben. Sie bezieht ihren Strom ausschließlich aus grüner Wasserstoffenergie. Ergänzend kommen einige Photovoltaikmodule hinzu, ganz ohne CO₂-Emissionen. Die autarke Energieversorgung ersetzt die bisherigen Dieselgeneratoren durch eine Hightech-Lösung mit Wasserstoffspeicher und Solarstrom. Das System ist emissionsfrei, umweltfreundlich, wiederverwertbar und vollständig energieautark.

Die größte Herausforderung des Projekts war die extreme Höhenlage. Die Schutzhütte ist schwer zugänglich. Zudem herrschen im Hochgebirge besondere Witterungsbedingungen. Geplant und umgesetzt haben das Pilotprojekt für den klimafreundlichen Betrieb der Hütte zwei Südtiroler Unternehmen: Prowatech/Mader GmbH und GKN Hydrogen GmbH. Die innovative Anlage nutzt Wasserstoff als saubere Energiequelle. Dieser wird durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen, dafür werden Sonnen- und Wasserkraft aus der Umgebung genutzt. Das System macht die Hütte nicht nur energetisch unabhängig, sondern trägt auch deutlich zur Verringerung der Umweltbelastung bei, heißt es aus der Landesabteilung Vermögensverwaltung.

Bei der Sanierung der Hütte wurden die Fassaden vollständig und das Dach teilweise erneuert. Die elektrischen, sanitären und brandschutztechnischen Anlagen wurden modernisiert, eine neue Wasserversorgung durch den Gletscher sowie eine neue Abwasserentsorgung installiert. Durch die neue Wasserstofftechnik ergab sich schließlich die Optimierung der Energieversorgung. Das Ergebnis: ein Win-Win-Projekt – ein Gewinn für die beteiligten Unternehmen, die ihre Technologie in großer Höhe testen können, und für das Land, das in den nächsten drei Jahren von kostenfreier Energieversorgung profitiert.

an (san)

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