Pass-genau fürs Fahrrad
Seit einem Jahr gibt es für Radfahrer eigene Spuren auf zwei Dolomitenpässen. Weitere folgen.
Vor fast genau einem Jahr wurden im Sommer die ersten Fahrradspuren auf den Dolomitenpässen Sellajoch und Grödner Joch eröffnet. "Durch dieses Pilotprojekt wurde die Sicherheit für Radfahrer, aber auch allen anderen Verkehrsteilnehmer erheblich erhöht und noch mehr Menschen konnten die Pässe mit dem Rad er-fahren", zieht Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider Bilanz.
Bei den Fahrradspuren handelt es sich um durch Sicherheitsstreifen von der normalen Fahrspur abgetrennte, nur für Fahrräder vorbehaltene Fahrtstreifen entlang der dem Pass aufwärts führenden Fahrspur. Ziel dieses Pilotprojektes war es dazu beizutragen, dass mehr Menschen vom Privatwagen auf das Fahrrad umsteigen, um auf die Pässe zu gelangen.
Nach einem Jahr zeigt sich die Bilanz für die Radspuren positiv: Die Fahrradspuren kamen bei den Radlern und Radlerinnen sehr gut an, was dazu geführt hat, dass für das heurige Jahr weitere Eingriffe zur Errichtung und Verlängerung der Fahrradspuren geplant sind. Im Detail betrifft dies die Staatstraße (SS 242) auf das Sellajoch, wo die Radspur um einen weiteren Kilometer verlängert wird. Auch auf der Straße auf den Valparolapass soll auf einer Länge von 1,5 Kilometern eine Radspur entstehen. Die Ausschreibung für das erste Baulos sollte noch heuer erfolgen. Wie Landesrat Alfreider ankündigt, werden in Zukunft parallel zu den Arbeiten des Straßendienstes auch auf anderen Passstraßen bei gegebenen Voraussetzungen solche Fahrradspuren angelegt.
Die Fahrspuren sind nur ein Pilotprojekt für die Einrichtung einer Low-Emission-Zone, also eine Zone mit wenig Schadstoffausstoß rund um die Dolomiten einzurichten. "Die Mobilitätssituation in den Dolomiten muss umfassend und länderübergreifend gelöst werden", betont Alfreider. Derzeit laufen die Bemühungen, Sondermaßnahmen dazu durch die zuständigen Ministerien in Rom genehmigt zu bekommen.
pt/san
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