Postdienst sicherstellen
Einen engmaschigeren Zustelldienst als im restlichen Italien und eine Reihe von Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger soll das neue Abkommen des Landes mit der Post sichern.
Südtirolerinnen und Südtiroler sollen auch in Zukunft ihre Post- und Paketsendungen an allen Wochentagen erhalten. Die Tageszeitungen, Einschreiben und Pakete des schnellen Versands werden täglich von Montag bis Samstag zugestellt und nicht nur an jedem zweiten Tag, wie es im übrigen Staatsgebiet der Fall ist. Dies gilt für alle 116 Gemeinden des Landes. Möglich macht dies das Abkommen, das bis zum Jahresende 2026 gilt und für das insgesamt 33 Millionen Euro – elf Millionen Euro im Jahr – bereitstehen.
Anzahl der Postämter beibehalten. So sieht das Abkommen mit der italienischen Post-Gesellschaft vor, dass die derzeitige Anzahl der Postämter beibehalten und der Personalbestand der Briefträger und Briefträgerinnen zu 110 Prozent von dauerhaft eingestelltem Personal abgedeckt wird. Darüber hinaus kann die Post befristet Personal aufnehmen, um bei höherem Verkehrsaufkommen, bei Ausfällen oder saisonbedingten Abwesenheiten die Zustellstandards zu gewährleisten. Die 100 hellblauen, der internationalen Post vorbehaltenen Briefkästen werden von Montag bis Freitag täglich geleert und jährlich gewartet. Auch schreibt das Abkommen fest, dass Bürger und Bürgerinnen, die darum ansuchen, von der Post AG für die Zustellung der Postsendungen eigene Postkästen erhalten. Alle Postboten und Postbotinnen sind mit Handheld-Geräten ausgestattet, um besonders in ländlichen Gebieten Vor-Ort-Dienstleistungen erbringen zu können, darunter die Annahme von Einschreiben, die Bezahlung von Rechnungen, die Aufladung von Karten und Mobiltelefonkarten oder der Ankauf von Postdiensten.
Schwerpunkte Zweisprachigkeit und Umweltschutz. Die Vereinbarung legt zudem fest, dass bei der Personaleinstellung die Proporzbestimmungen eingehalten werden. Bei der Ausübung des postalischen Universaldienstes auf Südtiroler Landesgebiet wird den Nutzenden der Gebrauch der Muttersprache garantiert. Landeshauptmann Kompatscher hebt hervor, dass es gelungen sei, die finanzielle Anerkennung der Zweisprachigkeit für die Postbediensteten sicherzustellen, und zwar für die derzeitigen und künftigen Mitarbeitenden: „Die Post selbst übernimmt 70 Prozent der Mehrkosten. Wir hoffen, dass diese Maßnahme die Arbeit im Postdienst in Südtirol attraktiver macht.“
Im Sinne der Nachhaltigkeit setzt die Post weiters Maßnahmen in Organisation und Fuhrparkausstattung um: Über 20 umweltfreundliche Fahrzeuge (8 davon mit Elektro- und 13 mit LPG-Betrieb) kommen bei der Zustellung der Postsendungen zum Einsatz.
jw
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