"Technik ist meine Leidenschaft"
Rudolf Obkircher, digitaler Tutor in der Gemeinde Karneid, erzählt von seiner neuen Beschäftigung. Im Schnitt sind die Hilfesuchenden im Digi Point rund 60 Jahre alt.
Ob die digitale Identität Spid, die Einschreibung in den Kindergarten oder das Vormerken einer Arztvisite: Digitale Kompetenz ist heute unverzichtbar. Um auf dem Weg hin zum digitalen Wandel niemanden zurückzulassen, hat die Südtiroler Landesverwaltung die Digi Points ins Leben gerufen. „Es handelt sich um Anlaufstellen, die in den meisten Fällen in den Gemeinden angesiedelt sind, und bei denen Bürgerinnen und Bürger kostenlos Auskunft und Hilfe in digitalen Belangen erhalten“, erklärt der Direktor der Landesabteilung Informatik und Verantwortliche für den digitalen Wandel, Josef T. Hofer.
Digitale Helfer im Einsatz. Einer der digitalen Helfer, die in diesen Anlaufstellen tätig sind, ist Rudolf Obkircher. „Ich hatte schon immer eine große Passion für PCs, Elektronik und die digitale Technik“, erzählt Obkircher. Seit August ist er im Digi Point der Gemeinde Karneid tätig und bietet Bürgerinnen und Bürgern aus seiner Gemeinde, aber auch darüber hinaus, Hilfe bei technischen Fragen. „Es geht um Themen wie den Spid-Zugang oder die elektronische Personalakte, aber genauso auch um Probleme mit einer vollen Mailbox, um das Abspeichern von Handyfotos auf dem PC oder das Gestalten von Einladungen für eine Feier", erzählt Obkircher von seinem Alltag. Nun, da er in Pension ist, habe er es endlich geschafft, seine Leidenschaft ehrenamtlich zu nutzen.
Unbürokratisch und kostenlos. Genau das ist Sinn und Zweck der Digi Points, die es mittlerweile in zahlreichen Südtiroler Gemeinden gibt: schnelle, kostenlose und unbürokratische Hilfe zur Verfügung stellen. „Wir führen genau Statistik über unsere Arbeit und überraschend ist, dass das Durchschnittsalter der Besucher bei uns in Karneid bei etwa 60 Jahren liegt", erklärt Obkircher. Somit sei es ein Vorurteil, dass lediglich ältere Personen bzw. Senioren Hilfe in digitalen Angelegenheiten benötigen würden. Zunehmend seien es auch Menschen mittleren Alters, die die eine oder andere Schwierigkeit im Umgang mit der Technik hätten.
Für die ehrenamtliche Tätigkeit in einem der Digi Points ist auch eine Entschädigung vorgesehen. Die Abteilung Informatik ist um den Ausbau des Digi-Point-Netzwerks bemüht, damit, wie Abteilungsdirektor Hofer betont, auf dem „Weg zum digitalen Wandel alle mitgenommen werden und niemand unfreiwillig zurückbleiben muss." Insofern sind digitale Tutoren eine wertvolle Ressource, um die digitale Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.
Interessierte Freiwillige können sich bewerben. Die Abteilung Informatik des Landes Südtirol möchte das Angebot an Digi Points weiter ausbauen und sucht Interessierte. Sie können ihre Bewerbung an digipoint@provinz.bz.it senden. Alle Informationen zu den Digi Points gibt es auf der Homepage Digital Now.
pir
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