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Volle Kraft voraus

20.04.2023

Immer mehr Private und Betriebe nutzen die vom Land Südtirol bereit gestellten Förderungen im Energiebereich. Den Anreiz dafür schaffen die neuen Richtlinien 2023.

Strom produzieren mit der Kraft der Sonne: 2023 fördert das Land Südtirol erstmals Photovoltaikanlagen für Kleinunternehmen. (Foto: LPA/Manuela Tessaro)
Strom produzieren mit der Kraft der Sonne: 2023 fördert das Land Südtirol erstmals Photovoltaikanlagen für Kleinunternehmen. (Foto: LPA/Manuela Tessaro)

Ein Donnerstagmorgen im März, die Sonne strahlt vom blauen Frühlingshimmel. Während in der Betriebshalle der Tischlerei Kager in Frangart bei Bozen die Maschinen auf Hochtouren surren, wird auf dem Dach der dazu benötigte Strom produziert. Dafür sorgen die Paneele der nagelneuen Photovoltaikanlage, die wenige Tage zuvor ans Netz gegangen ist. Weiter unten in einem Nebenraum der Werkstatt sammeln drei Speicherbatterien den Stromüberschuss am Tag, sodass er nicht ins Netz verloren geht. Für den 20-Mitarbeiter-Betrieb ein weiterer Schritt in Richtung autonomer Energieproduktion. „Wir verfügen schon seit Jahren über ein kleines Nahheizwerk, mit dem wir auch zwei Nachbarn mitversorgen. Zudem nutzen wir im Sommer eine zehn Grad kühle, hauseigene Wasserquelle zur Klimatisierung der Werkstätten“, erzählt Geschäftsführerin Birgit Kager.  

Sonne, Holz und Wasser. Seit 40 Jahren werden erneuerbare Energiequellen und Energieeffizienz vom Land Südtirol gefördert. Nun hat die Landesregierung nachgelegt: Seit 1. Jänner gelten die neuen Energieförder-Richtlinien für 2023. Allein bis Ende Februar wurden über 700 Anträge für die Gewährung von Zuschüssen im Energiebereich beim Landesamt für Energie und Klimaschutz eingereicht. Im Vergleich dazu waren es im Vorjahr knapp 100 Anträge. „Die Anzahl der Beitragsgesuche hat sich seit Jahresbeginn mehr als versiebenfacht, es geht bisher um Gesamtinvestitionen in Höhe von über 40 Millionen Euro“, berichtet Direktorin Petra Seppi.  

Besonders beliebt sind die Anreize für Photovoltaikanlagen für kleine Unternehmen. Auch die Förderung von Speicherbatterien oder Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaikanlagen wird gut angenommen. Betrachtet man die Fördersummen, entfällt ein Löwenanteil der Mittel auf die energetische Sanierung, für die der Fördersatz bei Mehrfamilienhäusern auf 80 Prozent angehoben worden ist.  

Um welche Förderschiene es sich im Detail auch handelt, das Ziel ist ein gemeinsames: Private und Betriebe bei der Deckung des Energiebedarfs und somit bei der Senkung der Energiekosten zu unterstützen. „Es ist erfreulich, dass verstärkt auch kleine Unternehmen in die Eigenversorgung durch erneuerbare Energien investieren. Das spart Kosten, stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit und sichert Arbeitsplätze“, erklärt Energie- und Umweltlandesrat Giuliano Vettorato.

Grüne Investition. Für Birgit Kager war nicht die Fördersumme ausschlaggebend für die Errichtung der neuen Photovoltaikanlage. Vielmehr ließen die starken Preissteigerungen beim Strom ihren Entschluss rasch fallen. „Als Tischlerei verbrauchen wir viel Energie, in kürzester Zeit verdoppelte sich unsere Stromrechnung. Da war für uns klar: Wenn nicht jetzt, wann dann?“, erinnert sich Kager.   

Amtsdirektorin Seppi sieht die neuen Energieförderungen als angewandten Klimaschutz, über das ganze Land verteilt: „Sie sind ein weiterer Mosaikstein, um die Ziele des KlimaPlans des Landes zu erreichen.“ 

mpi

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