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3 Fragen an

17.05.2023

Barbara Stocker, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim und im Südtiroler Weinmuseum in Kaltern über den Einsatz von Kupfer im Weinbau.

Barbara Stocker, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim und im Südtiroler Weinmuseum in Kaltern. (Foto: silbersalz)
Barbara Stocker, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim und im Südtiroler Weinmuseum in Kaltern. (Foto: silbersalz)

Seit wann wird Kupfer im Weinbau eingesetzt? 

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Kupfervitriol gegen die Peronospora, den sogenannten „Falschen Mehltau“, eingesetzt. Zuerst wurde pulverisierter Kalk angewendet, bis der Weinbaufachmann Edmund Mach (1846−1901) im Jahre 1885 auf einer Studienreise in Frankreich erfuhr, dass dort mit Kupfervitriol gute Erfolge erzielt wurden.

Wie wurde das Vitriol gespritzt? 

Bevor es die Sprühgeräte gab, wurden Rückentragespritzen zu 20 bis 25 Litern verwendet, die von heimischen Kupferschmieden und Spenglern hergestellt wurden. Die Geräte im Museum tragen noch heute die blau-grünen Färbungen vom Kupferoxid. 

Gibt es im Museum auch Alltagsgegenstände aus Kupfer? 

Der in Kaltern bedeutsamste Kessel ist der „Polentakessel“, der auch im Gemeindewappen Platz gefunden hat. Feinschmecker und Feinschmeckerinnen schwören darauf, dass der „Plent“ erst dann so richtig gut schmeckt, wenn er im Kupferkessel gekocht wird.

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