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Aufbewahren um jeden Preis?

19.04.2024

Museen denken zunehmend über das "Entsammeln" nach, um Ressourcen effizienter zu nutzen. Dieser Prozess betrifft auch die Museen in Südtirol.

Flechtkörbe. (Foto: Volkskundemuseum)
Flechtkörbe. (Foto: Volkskundemuseum)

Das Sammeln gehört seit jeher neben dem Ausstellen, Bewahren, Vermitteln und Forschen zu den Hauptaufgaben eines Museums. Das „Entsammeln“ hingegen, also das Ausscheiden von Objekten, war über lange Jahre kein Thema, da Auf- und Ausbau der Sammlungen im Vordergrund standen. Heute denken Museumsmenschen kritisch über die Ressourcen nach, die ihnen für die Aufbewahrung und Erhaltung ihrer Objektsammlungen zur Verfügung stehen, denn allen ist bewusst, dass große Sammlungen Platz, Energie und Erhaltungsmaßnahmen erfordern, die in Zeiten schwindender Mittel nicht (immer) dauerhaft garantiert werden können. In Österreich, Deutschland und der Schweiz hat der Denkprozess zum „Entsammeln“ in kulturhistorischen Museen schon seit geraumer Zeit eingesetzt; es gibt dort Leitfäden für Sammlungsauflösungen und Richtlinien, die das Ausscheiden genau regeln. Auch die Museen in Südtirol werden sich mit diesen Fragen auseinandersetzen müssen.

bs/au

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