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Das Unsichtbare ans Tageslicht

17.07.2023

Das Trinkwasser ist in Südtirol zum Großteil Grundwasser. Auf dem Weg in die Tiefe wird das Wasser gereinigt und mit Mineralstoffen angereichert. Wasserschutzgebiete „hüten“ diesen flüssigen Schatz.

Schüttungsmessung in den Cunfin-Quellen (Gröden): Hartmann Stuefer (Bildmitte, Vordergrund) mit Wasserwärtern der Gemeinde St. Ulrich. (Foto: LPA/Roberto Dinale)
Schüttungsmessung in den Cunfin-Quellen (Gröden): Hartmann Stuefer (Bildmitte, Vordergrund) mit Wasserwärtern der Gemeinde St. Ulrich. (Foto: LPA/Roberto Dinale)

Wasserverfügbarkeit für alle und für jeden Zweck? Auch bei uns keine Selbstverständlichkeit mehr. Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung für die Wasserwirtschaft: Schwallartige Niederschläge, dann kommen Trockenperioden. Alle Wasserspeicher – vom Gletscher bis zum Grundwasser – zeigen die Auswirkungen davon. Am sichtbarsten sind die Gletscher als Wasserspeicher und die Stauseen. Deutlich mehr Wasser als dort ist jedoch im Untergrund gespeichert: im Boden und noch mehr im Grundwasser. Der Boden gibt den Regen innerhalb von Minuten bis Wochen wieder an ein Gewässer oder an die Atmosphäre ab. Das Grundwasser hingegen lagert den Niederschlag über viele Jahre oder gar mehrere Jahrzehnte ein. Grundwasservorkommen tief unter der Erde sind verzögert und weniger stark vom Klimawandel betroffen. Dennoch muss mit dem flüssigen – und vor allem hierzulande großteils ohne Reinigung trinkbaren – Schatz sorgsam umgegangen werden. 

Wasser ist für alle Lebewesen die wichtigste Ressource zum Überleben und gilt daher als besonders schützenswert. Grundwasser wirkt als ein riesiges lokales Reservoir, das besonders in Dürrezeiten wertvoll und für nahezu alle Lebewesen die wichtigste Ressource zum Überleben ist. Im Landesamt für Hydrologie und Stauanlagen in der Agentur für Bevölkerungsschutz sind Amtsdirektor Roberto Dinale und seine Mitarbeiter Jacopo Caiazzo und Hartmann Stuefer für den Bereich Grundwasser zuständig. 

Wertvolle Reserve in Trockenperioden. Im Allgemeinen ist die unterirdische Phase im Wasserkreislauf eine lange und stabile Phase und führt daher in Dürreperioden und Regenperioden zu einer Verzögerung im Vergleich zur Oberflächenwassersituation.

Es ist genau dieser Effekt, der den Südtirolerinnen und Südtirolern in einem niederschlagsarmen Jahr wie dem vergangenen wichtige Wasservorräte garantiert hat. Der Grundwasserstand war in den vergangenen Jahren relativ hoch und hat den Sommer 2022 problemlos überstanden. 

Grundwasser ist daher eine wertvolle Reserve für die Trockenperioden. Es gilt, sie auch für künftige Generationen zu schützen.

Grundwassermessnetz im Geobrowser: Maps (civis.bz.it)

mac

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