Geschichte(n) aus der Gruft
Die Herrschaftsgrüfte von Tirols Grafen Meinhard und Heinrich werden geöffnet und untersucht.
Untersuchte Grabkammer. In Grüften liegen tote Menschen. Manche davon haben Geschichte geschrieben. So die Grafen von Tirol. Meinhard II. hatte Stift Stams als Grablege seiner Familie errichten lassen. Nun werden die Herrschaftsgrüfte untersucht und die Meinhards- und Heinrichsgruft geöffnet. Noch stehen die medizinisch-forensischen sowie molekularbiologischen Untersuchungsziele mit Beprobungen für a-DNA-, Isotopen- und C14-Analysen sowie CT-Aufnahmen aus. Diese wird Bioarchäologe Jan Kemper-Kiesslich in Salzburg vornehmen. Ziel bleibt die Gesichtsweichteilrekonstruktion Meinhards. Neben neun Erwachsenen fanden sich in der Meinhardsgruft auch sechs Kinder: zwei waren Frühgeburten, zwei starben als Neugeborene, zwei Kinder im zweiten Lebensjahr. Aus den Oberschenkelknochen ergibt sich für Meinhard eine Körpergröße von 183 cm, die für das 13. Jahrhundert als „übergroß“ einzustufen ist, bei Meinhards Gemahlin Elisabeth eine Größe von 153 cm. Mit den Ergebnissen der Untersuchungen ist 2025 zu rechnen.
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