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Gitarre, Surfen und Wind in den Segeln

19.02.2025

Christian Bianchi war Versicherungsagent und folgte mit 25 Jahren dem Ruf der Politik. Seine große Leidenschaft gilt dem Sport.

Christian Bianchi, Landesrat für öffentliche Bauten, Aufwertung des Vermögens, Grundbuch und Kataster, wurde am 
19. Juni 1970 in Bozen geboren. Er lebt seit jeher in Leifers, ist diplomierter Gewerbetechniker mit einer Spezialisierung in 
Automatisierung und arbeitete als Versicherungsagent. Bianchi ist verheiratet mit Laura und hat zwei Söhne: Matteo, 
Europameister im Bahnradfahren, und Davide. Seit 1995 war er Mitglied des Gemeinderats in Leifers und wurde 2015 zum Bürgermeister gewählt. 2023 zog Bianchi in den Landtag ein.
Christian Bianchi, Landesrat für öffentliche Bauten, Aufwertung des Vermögens, Grundbuch und Kataster, wurde am 19. Juni 1970 in Bozen geboren. Er lebt seit jeher in Leifers, ist diplomierter Gewerbetechniker mit einer Spezialisierung in Automatisierung und arbeitete als Versicherungsagent. Bianchi ist verheiratet mit Laura und hat zwei Söhne: Matteo, Europameister im Bahnradfahren, und Davide. Seit 1995 war er Mitglied des Gemeinderats in Leifers und wurde 2015 zum Bürgermeister gewählt. 2023 zog Bianchi in den Landtag ein.

Landesrat Bianchi, beginnen wir am Anfang: Wo sind Sie geboren? 

Ich kam in der Spitalgasse in Bozen zur Welt, habe aber immer in Leifers gewohnt. 

Woher stammen Ihre Eltern? 

Beide Eltern sind venezianischer Herkunft: Meine Mutter stammt aus Malcesine, mein Vater aus Mestre. Meine Großeltern lebten bereits in Südtirol, meine Eltern wurden aber aufgrund der Kriegswirren in Venetien geboren. Sie haben sich später in Bozen kennengelernt. Ich bin also ein Leiferer in dritter Generation. Mein Vater war Kfz-Mechaniker, meine Mutter führte viele Jahre ein Geschäft für Kinderbekleidung in Leifers. Später arbeitete sie in der Werkstatt meines Vaters mit. 

Waren Sie Klassenbester oder hatten Sie eher wenig Lust auf Schule? 

Bis zur Mittelschule war ich ein vorbildlicher Schüler, fleißig und engagiert. Danach ließ mein Interesse nach, wahrscheinlich weil die Fachrichtung, die ich gewählt hatte, mir nicht mehr so gefiel. Zum Glück haben mich die Lehrpersonen für Sport gerettet, weil ich bei vielen sportlichen Wettbewerben, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes, glänzte. Das hat mir geholfen. 

Sie haben also bereits als Jugendlicher Leistungssport betrieben? 

Meine Eltern haben es mir ermöglicht, viele Sportarten auszuüben, vor allem Leichtathletik und Skifahren. Dann fand ich meine wahre Leidenschaft, die mich bis über 30 begleitete: das Windsurfen. Das verdanke ich meiner Mutter, die aus Malcesine stammt und dem Kalterer See, wo die Bozner Windsurfer trainierten, bevor es sie in die Gegend zwischen Torbole und Malcesine zog. 

Normalerweise hatten Jugendliche Ihrer Zeit in Bozen und Umgebung ​die Wahl zwischen Fußball und Hockey … 

Ich habe immer andere Sportarten ausgeübt: zuerst Skifahren, wettkampfmäßig, im Skiclub Leifers, ​dann Leichtathletik mit dem Verein SAF Bozen, wo ich auf 400 Meter, 400 Meter ​Hürden und 4x400 Meter spezialisiert war. Eine kleine Anmerkung: Mein Sohn ​Matteo, der Europameister im Bahnradfahren über einen Kilometer ist, bestreitet Rennen, die genauso lange dauern, wie die, die ich gemacht habe. Offenbar ​habe ich ihm die Gene vererbt! Später ​kam bei mir das Windsurfen hinzu – nicht auf Wettkampfniveau, sondern aus Leidenschaft – und im Erwachsenenalter das Radfahren, eine „Midlife-Krankheit“Krankheit“, die ich ebenfalls an meinen Sohn Matteo weitergegeben habe. 

Sind Sie Fan einer Mannschaft? 

Seit den vergangenen Jahren bin ich ein ​regelmäßiger Besucher der Fankurve des Hockey Club Bozen. Ich glaube, ich ​bin der einzige Landesrat, der in der ​Kurve steht! Fußball mag ich weniger. Als Kind mochte ich Juventus, aber ich ​kann mich nicht als Fan bezeichnen. Ich mag alle Sportarten, vom Segelwettbewerb rund um „Luna Rossa“ bis zum ​MotoGP, der Königsklasse des Motorradrennsports. Jede sportliche Spitzenleistung fasziniert mich. 

Was wollten Sie als Kind werden? 

Astronaut, wie viele Kinder. In der Oberstufe hatte ich keine klaren Vorstellungen. Versicherungsagent wurde ich durch Zufall: Zuerst arbeitete ich als Berater, dann fünf Jahre in der Direktion für Mitarbeitergewinnung und -schulung, und 1999 eröffnete ich dann meine eigene Agentur. 

Wollten Sie nach der Schule studieren? 

Ich machte meinen Abschluss als Elektroniker und spezialisierte mich ein Jahr lang auf Automatisierung. Danach begann ich ein Ingenieurstudium, merkte aber schnell: „Das ist nicht mein Weg!“ Also begann ich zu arbeiten, mit dem ständigen Wunsch, vielleicht doch noch zu studieren. Aber als ich meine Agentur eröffnete, machte mir die Arbeit einen Strich durch die Rechnung. Wer weiß, vielleicht versuche ich es in der Zukunft noch einmal! 

Und Ihre Jobs als Jugendlicher? Haben Sie, wie viele Jugendliche damals, Äpfel gepflückt, um etwas Geld zu verdienen? 

Mein Großvater hatte Obstwiesen, daher war das naheliegend. Als Jugendliche gingen wir alle Äpfel pflücken, mit der so genannten „Slotter“, wie man es im Leiferer Dialekt nennt. Unsere Eltern haben uns damals Dinge ausprobieren lassen, sie waren nicht so beschützend wie die Eltern heute. Es war für sie absolut undenkbar, dass ich den ganzen Sommer einfach im Schwimmbad verbringen könnte. Ich habe als Tankwart, Mechaniker, Elektriker und Kellner gearbeitet und auch Bühnen für Konzerte aufgebaut. 

Vespa oder Motocross? 

Keines von beiden: Am liebsten ist mir eine Straßenmaschine. Mit 16 hatte ich eine Gilera KZ 125. Mit 14 „lieh“ ich mir den weißen “Ciao” meiner Schwester. Damals waren eine eigene Maschine mit 16 und ein Führerschein mit 18 Jahren Symbole der Freiheit. 

Disco oder Rockmusik? 

Rock, absolut. Meine zweite große Leidenschaft war die Musik. Ich begann als Kind mit klassischer Gitarre und war später in vielen Bands als Gitarrist und Sänger mit dabei.

Ihr Lieblingsgitarrensolo?

Alle Soli von Mark Knopfler und Eric Clapton - nicht die hektischen Gitarristen, sondern die feinsinnigen mag ich. 

Die Politik haben wir uns für den Schluss aufgehoben: Warum Politik? 

Mit 25 wurde ich in den Gemeinderat gewählt, das ist mittlerweile 30 Jahre her. Aber ich interessierte mich schon früher dafür, da ich einige Gemeinderäte aus Leifers kannte. Von Natur aus war ich immer neugierig und hatte den Wunsch, mich mit meinem Wohnort zu beschäftigen – aus der Perspektive eines Zwanzigjährigen. Und das versuche ich bis heute, als Landesrat, beizubehalten.

san

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