[Externer Link] Webseite - Autonome Provinz Bozen - Südtirol

Mit Digiway die Wege im Blick

22.07.2026

Wer in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino wandert, kann nun den Grad der Ausgesetztheit von Wegen checken und die unterschiedlichen Wegeklassifizierungen vergleichen.

Die erste digitale Ausgesetztheitskarte der Wege für das gesamte Gebiet der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ist erschienen. (Foto: Euregio)
Die erste digitale Ausgesetztheitskarte der Wege für das gesamte Gebiet der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino ist erschienen. (Foto: Euregio)

Wie schwierig ist ein Wanderweg? Antworten darauf gibt die erste digitale Ausgesetztheitskarte für das gesamte Gebiet der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. In vier Farbstufen – von grün bis rot – zeigt sie, wie schwerwiegend die Folgen eines Sturzes an einer bestimmten Stelle wären. Eine gute Hilfe also, um die Ausgesetztheit bereits bei der Planung von Berg- und Wandertouren besser einzuschätzen und so Verletzungen, ja Todesfällen, vorzubeugen. Dass das wichtig ist, zeigt ein Blick auf die Unfallstatistik in Österreich: Dort ist Bergwandern die alpine Disziplin mit den meisten Todesfällen (37 Prozent). Zudem planen immer mehr Menschen ihre Touren mit Apps – oft ohne zu wissen, wie verlässlich die Daten dahinter sind. Diese Apps, Webseiten oder Tourenportale können die frei zugängliche Ausgesetztheitskarte nun integrieren.

Wegeklassifikationen im Alpenraum vergleichen. Die Karte ist nur ein Baustein im Euregio-Projekt „Digiway“, das mit Hilfe des Interreg Italien-Österreich-Programms der EU finanziert und im Juni 2026 abgeschlossen wurde. Auch ein digitales Vergleichstool für Wegeklassifikationen im gesamten Alpenraum soll Wandern über Ländergrenzen hinweg sicherer machen. Denn Schwierigkeitsgrade werden unterschiedlich angegeben: Was in Tirol „rot“ ist, kann im Trentino „E“ sein. Digiway bietet hier eine systematische Übersetzungshilfe: Auf einen Blick sieht man, was die unterschiedlichen Einstufungen bedeuten.

Amtliche Wegedaten gebündelt. Schließlich führt „Digiway“ erstmals die bereits vorhandenen amtlichen Wegedaten aus Tirol, Südtirol und dem Trentino in einer gemeinsamen Datenstruktur zusammen. Eine eigens entwickelte Software harmonisiert die regionalen Datensätze automatisch und hält sie aktuell. Die Daten werden öffentlich bereitgestellt. Sie sind kostenlos und für alle nutzbar, zum Beispiel für App-Entwickler, Tourismusorganisationen oder Forschungseinrichtungen – und somit indirekt für alle, die sicher am Berg unterwegs sein wollen.

Das Projekt „Digiway“ wurde von 2024 bis Juni 2026 von der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino gemeinsam mit den Landesämtern und dem NOI Techpark Bozen mit finanzieller Unterstützung durch das Interreg-Programm Italien-Österreich umgesetzt.


gst

Sie finden uns hier

Abonnieren

Jede gedruckte Ausgabe: Kostenlos in Ihrem Briefkasten

Jetzt bestellen

Stets informiert per Newsletter: Keine Online-Ausgabe verpassen

Abonnieren

Redaktion

Presserechtlich verantwortlich:
Margit Piok (pio)

Koordination: Monika Pichler (mpi), Maurizio Di Giangiacomo (mdg)
Redaktion: Maja Clara (mac), Elisa Egidio (ee), Carmen Kollmann (ck), Thomas Laconi (tl), Gabriel Marciano (gm), Ursula Pirchstaller (pir), Angelika Schrott (san), Katharina Trocker (kat).


Kontakt

44. Agentur für Presse und Kommunikation
Landhaus 1, Silvius-Magnago-Platz 1
39100 Bozen
Tel. +39 0471 41 22 10