Ötzis Kupfer
Woher kommt das Kupfer von Ötzis Beil?
Seit Auffindung der Mumie „Ötzi“ im Jahr 1991 rätselte man auch über die Herkunft des Kupfers, aus dem Ötzis Beil gefertigt war. Dank neuester naturwissenschaftlicher Untersuchungen (Isotopen-Analyse) wissen wir heute, dass das Kupfer aus der südlichen Toskana stammt. Leider lässt sich nicht herausfinden, ob das Kupfer in Rohform (Barren) gehandelt wurde oder ob Ötzi eine bereits fertige Beilklinge erworben hat. Erst kurz vor der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. wurde auch in Südtirol Kupfer abgebaut. Darauf weisen die Kupfer-Verhüttungsplätze von Milland und Gufidaun hin und auch die Kupferobjekte vom Pigloner Kopf bei Pfatten, die aus alpinem Kupfer gefertigt sind. Das Handwerk der Metallbearbeitung war zu Ötzis Zeiten bereits weit fortgeschritten. Die Beilklinge wurde in einer Gussform gefertigt, anschließend wurde die Oberfläche geschliffen. Erst danach wurde die Klinge in ihre perfekt symmetrische Form gehämmert, wodurch sich die Härte des Materials noch mal deutlich steigern ließ.
gk
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