Schneesperling in Gefahr
Die Einschränkung der Ausbreitung von Schneesperlingen: Eine genetische Studie zu alpinen Vögeln im Zeitalter des Klimawandels
Studie zu alpinen Vögeln. Eingriffe durch den Menschen und der Klimawandel zersplittern zunehmend die Lebensräume des Schneesperlings und erschweren die Bewegung und die Paarung der Individuen zwischen verschiedenen Fortpflanzungsgebieten: das zeigt eine Studie des Naturmuseums Südtirol, die vom Land Südtirol gefördert wurde. Die Ergebnisse wurden in den Fachzeitschriften Molecular Ecology, Journal of Avian Biology und Journal of Biogeography veröffentlicht. Eine genetische Studie mit internationalen Partnern in Südtirol, dem Trentino, der Lombardei und Oulu (Finnland) zeigt, dass viele Individuen die Distanzen zwischen den Fortpflanzungsgebieten nicht mehr überwinden. Diese Einschränkung der Ausbreitung ist bereits ab 20 bis 30 Kilometern Distanz feststellbar. Viele Schneesperlinge bleiben im Verbreitungsgebiet der Elternvögel und zeigen wenig Neigung zur Ausbreitung. Dies schränkt die Vernetzung und somit den Genfluss ein und führte zu einem hohen Maß an Inzucht: 20 Prozent der untersuchten Individuen sind Nachwuchs von Vögeln, die untereinander verwandt sind, etwa Kusinen ersten Grades oder noch enger verwandt. Diese engen Verwandtschaftsgrade erhöhen das Risiko rezessiver schädlicher Genmutationen, was die Überlebenschancen weiter bedroht.
Zur Studie über die alpinen Vögel: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jbi.14787
pk
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