So heizt Südtirol
Heizen, aber richtig, dies gilt vor allem für den Brennstoff Holz. Information und Beratung für Betreibende von Holzheizungen bietet das Land.
Wie Südtirol heizt, diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Aktuelle Daten (Stand März 2023) gibt es im Landesamt für Luft und Lärm für den Bereich der größeren Heizanlagen über 35 Kilowatt: Circa 2160 Anlagen werden mit Holz (Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz) betrieben, rund 3700 mit Heizöl und der Löwenanteil – nämlich rund 9200 Heizanlagen – mit Erdgas. Weniger gesichert ist die Datenlage im Bereich der kleineren Heizanlagen unter 35 Kilowatt, wo ältere Daten von rund 90.000 Holzheizungen ausgehen und von 24.000 Ölheizungen und 48.000 Gasheizungen für Anlagen über 15 Kilowatt.
Schwerpunkt Holzheizungen. 2024 setzt das Landesamt für Luft und Lärm einen Fokus auf die Holzheizungen, genauer gesagt auf die Holz-Zentralheizungen. „Dort gibt es viel Verbesserungspotenzial“, erklärt Amtsdirektor Georg Pichler. 3,6 Millionen Euro stehen für den Austausch veralteter Holzzentralheizungen (Nennleistung 35 bis 500 Kilowatt und Baujahr 2003 oder früher) mit neuen, automatisch geregelten zur Verfügung. Die Anträge können vom 1. Jänner bis 30. Juni 2024 im Landesamt für Luft und Lärm eingereicht werden.
Aber nicht nur die größeren Holzheizungen stehen im Fokus, sondern auch alle kleinen, wie Holzherde, Kachelöfen usw. In Zusammenarbeit mit der Berufsvereinigung der Kaminkehrer im Landesverband der Handwerker (lvh) wird eine Datenbank aller Holzheizungen in Südtirol angelegt. Insbesondere soll eine umfassende Beratung für die Betreiberinnen und Betreiber angeboten werden. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie mit Holz richtig geheizt wird.
Die Ursache für unsachgemäße Verbrennung liege meist bei den Betreibenden selbst, die nicht immer ausreichend über richtige Lagerung des Brennstoffs, richtiges Befüllen und Verbrennen sowie richtige Reinigung und Wartung des Holzofens informiert sind. „Unsere Informationsbroschüre kann hier Abhilfe schaffen“, erklärt Pichler.
Durch unsachgemäße Verbrennung werden vor allem Feinstaub und gesundheitsschädliche Kohlenwasserstoffe freigesetzt - Stichwort: Benzo(a)pyren. „Die Konzentrationen dieses gesundheitsgefährdenden Schadstoffs haben in den letzten Jahren in Südtirol immer wieder die Jahreszielwerte überschritten“, weiß der Amtsdirektor. „Wobei die höchsten Werte in ländlichen Gebieten mit vielen kleinen, händisch betriebenen Holzöfen gemessen wurden, in denen im Winter häufig ausgeprägte Inversionslagen vorkommen.
Hier geht’s zu den Beiträgen für den Austausch alter Holzzentralheizungen: Beiträge für den Austausch alter Holzheizungen >=35 kW | Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz | Autonome Provinz Bozen - Südtirol
Hier geht’s zur Broschüre „Heizen mit Holz, aber richtig!“: Heizen mit Holz.....aber richtig! | Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz | Autonome Provinz Bozen - Südtirol
mpi
Andere Artikel aus diesem Themenbereich
Sie finden uns hier
Socials
Abonnieren
Jede gedruckte Ausgabe: Kostenlos in Ihrem Briefkasten
Stets informiert per Newsletter: Keine Online-Ausgabe verpassen
AbonnierenRedaktion
Presserechtlich verantwortlich:
Margit Piok (pio)
Koordination:
Monika Pichler (mpi), Maurizio Di Giangiacomo (mdg)
Redaktion:
Maja Clara (mac), Elisa Egidio (ee), Carmen Kollmann (ck), Thomas Laconi (tl), Gabriel Marciano (gm), Ursula Pirchstaller (pir), Angelika Schrott (san), Katharina Trocker (kat).
Kontakt
44. Agentur für Presse und KommunikationLandhaus 1, Silvius-Magnago-Platz 1
39100 Bozen
Tel. +39 0471 41 22 10