Tierische Besucher
Spätestens seit dem Film „Nachts im Museum“ weiß man, dass im Museum auch abseits der Besuchszeiten jede Menge los sein kann. In zwei Südtiroler Museen tummeln sich nachtaktive Tiere, eines wurde von Greifvögeln zur Brutstätte auserkoren.
Alarm im Museum
Vor einiger Zeit schrillten Nacht für Nacht die Alarmsirenen im Südtiroler Archäologiemuseum. Die Techniker waren ratlos. Bis die Überwachungskameras die Lösung des Rätsels offenbarten. Ein Marder hatte im 100 Jahre alten Dach des Südtiroler Archäologiemuseums eine Lücke gefunden, durch die er ins Innere gelangen konnte. Das Dach wurde kontrolliert und abgedichtet. Der nächtliche Besuch blieb aus.
Die Turmfalken der Franzensfeste
Bereits im vierten Jahr in Folge hat ein Turmfalkenpaar die Festung Franzensfeste als Brutplatz gewählt. Die Festungsmauern bieten den Falken ideale Aussichts- und Brutplätze. Wer genau hinhört, kann die kurzen, schnellen Rufe hören, die wie „ki-ki-ki“ klingen, oder die Falken beim typischen Rüttelflug beobachten, bei dem die Vögel an einer Stelle in der Luft stehen. Abends, sobald die letzten Besuchenden das Museum verlassen haben, werden vor allem die Jungvögel mutig und erkunden das Festungsgelände.
Akrobaten im Keller
Seit mehr als 15 Jahren lebt im Südtiroler Naturmuseum in Bozen eine Gecko-Kolonie. Der Mauergecko ist ein kleines, nachtaktives Reptil, das sich von Insekten und Spinnen ernährt. Seine Zehen sind mit Haftlamellen ausgestattet, die es ihm ermöglichen, auch glatte Wände zu erklimmen und sogar an der Decke zu laufen. Der erste Gecko wurde im Juni 2007 in einem Korridor im Untergeschoss des Naturmuseums gesichtet. In den folgenden Jahren wurden mehrere Exemplare unterschiedlicher Größe beobachtet, darunter vier Jungtiere. Die Geckos überleben die kalte Jahreszeit in den ständig beheizten Räumen des Museumskellers – die Kolonie in der Bozner Bindergasse ist wohl die nördlichste Brutpopulation Italiens.
ev, sm, mm
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