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Unterirdische Stromleitungen

17.07.2023

Die Hochspannungsleitungen im Eisacktal werden erneuert. Weniger Masten, dafür mehr Landschaft und Lebensqualität lautet die Devise.

Wie überdimensionale Türme recken die Masten ihre Spitzen in den Himmel. Durch die Neuorganisation des Hochspannungsnetzes im Eisacktal soll vieles besser werden. (Foto: Claudia Corrent)
Wie überdimensionale Türme recken die Masten ihre Spitzen in den Himmel. Durch die Neuorganisation des Hochspannungsnetzes im Eisacktal soll vieles besser werden. (Foto: Claudia Corrent)

Der Blick wandert entlang der Hochspannungsmasten in den Himmel. Hier, in Milland bei Brixen, ebenso wie an zahlreichen anderen Orten im Eisacktal und in Südtirol, gehören die Riesen zum gewohnten Landschaftsbild. Eine Verbesserung der Situation ist jedoch in Sicht. Denn das Hochspannungsnetz im Eisacktal wird neu organisiert. Daran arbeitet der Übertragungsnetzbetreiber Terna gemeinsam mit dem Land Südtirol, Bezirksgemeinschaften und Gemeinden seit geraumer Zeit. Bis zum Jahr 2027 ist geplant, 260 Kilometer nicht mehr benötigte Stromleitungen zwischen Bozen, dem Ritten, Barbian, Waidbruck, Klausen, Brixen und Franzensfeste und 1265 Strommasten abzubauen. 

Aus den sechs Trassen mit je einer Leitung von 132 Kilovolt werden im unteren Eisacktal zwei Trassen: eine davon ausgestattet als Doppelleitung mit 220 Kilovolt und 132 Kilovolt und eine als einfache 220 Kilovolt-Leitung; hinzu kommt eine unterirdische Kabelleitung mit 132 Kilovolt. Im mittleren Eisacktal werden aus fünf Trassen mit je einer Leitung zu 135 Kilovolt in Zukunft zwei Trassen: eine davon mit einer 220-Kilovolt-Leitung und eine weitere unterirdische Kabelleitung mit 132 Kilovolt. Im oberen Eisacktal werden aus bisher drei Trassen mit je einer Leitung zu 135 Kilovolt künftig zwei Trassen: eine als Doppelleitung mit 220 Kilovolt und 132 Kilovolt, und eine weitere unterirdische Kabelleitung mit 132 Kilovolt. Insgesamt werden rund 200 Millionen Euro in das Vorhaben investiert.

Viele Vorteile. Das hat Vorteile für Landschaft und Lebensqualität. „Die neue Elektroinfrastruktur im Eisacktal bringt eine technologische Innovation mit sich und erhöht die Versorgungssicherheit für Wirtschaft und Bevölkerung und für den Betrieb des Brennerbasistunnels“, erklärt Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. „Zudem erhöht ein modernes Leitungsnetz die Transportkapazität für die heimische Energie-Produktion und minimiert Leitungsverluste.“ Die Grundlage für das Großprojekt war im Juni 2018 gelegt worden, als das Land Südtirol ein Abkommen mit dem Netzbetreiber Terna und dem Schieneninfrastrukturbetreiber Rete Ferroviaria Italiana (RFI) unterzeichnete. 

„Ziel dieses Einvernehmens war es, das Hochspannungsnetz fit für die Zukunft zu machen, und dabei insbesondere die lokalen Erfordernisse und Umweltanliegen möglichst breit zu berück-sichtigen“, berichtet Ruffini. Denn wo bestehende Leitungstrassen in der offenen Landschaft abgebaut oder unterirdisch verlegt werden, wirkt sich das positiv auf das Landschaftsbild aus. Auch nehmen die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger ab: Die Lebensqualität erhöht sich und vielerorten tun sich neue Entwicklungsmöglichkeiten im Gemeindegebiet auf. 

Auf Versorgungssicherheit und Mehrwert für Bevölkerung und Landschaft zielen auch weitere Terna-Projekte in Südtirol ab. So wird auf einer Länge von 23 Kilometern eine neue Erdkabelverbindung zwischen Lajen am Eingang des Grödnertals und Corvara im Gadertal realisiert. Eine ebenso lange Hochspannungserdleitung ist zwischen Vintl und Bruneck in Planung, die die Versorgung im Osten Südtirols sichern soll. Ein weiteres großes Vorhaben betrifft den Meraner Talkessel: Zwischen Marling und Dorf Tirol wird die 132 Kilovolt-Leitung auf rund 14 Kilometern in den Küchelbergtunnel bzw. in die Unterfahrung von Meran verlegt.

mpi

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