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Was sonst noch geschah

19.04.2024

Hirsche, die Schädlingen weichen, ein Friedhof für Seilbahnkabinen und Ötzi in 3-D: Außergewöhnliches aus unseren Museen

Dutzende von Seilbahnkabinen aus den 1960 Jahren sind in einem Lost Place in Ridnaun gebunkert. (Foto: Patrizia Corriero)
Dutzende von Seilbahnkabinen aus den 1960 Jahren sind in einem "Lost Place" in Ridnaun gebunkert. (Foto: Patrizia Corriero)

Lost Place in Ridnaun. Inventarisierung und Sammlungspflege gehören zu den zentralen Aufgaben von Museen und entsprechend arbeiten Museumsfachleute an der Katalogisierung ihrer Objekte. Was Samantha Schneider am Landesmuseum Bergbau in Ridnaun bei ihrer Arbeit entdeckte, ist allerdings auch für technische Museen ungewöhnlich: Hinter verschlossenen Gittern fand sie einen sogenannten „Lost Place“, einen Ort also, der im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten ist. Dort gebunkert sind Dutzende von Seilbahnkabinen noch in den originalen Farben der 1960er Jahre. Damals wurde eine Kabinenbahn von Maiern im Ridnauntal zum Poschhaus-Stollen im Lazzachertal errichtet. Über sie erreichten die Bergknappen täglich ihren Arbeitsplatz im Berg. Nun wird überlegt, wie sich diese Entdeckung museal nutzen lässt. 


Umzug der Hirsche. Die weißen Hirsche waren fast 20 Jahre lang ein beliebter Anziehungspunkt beim Jagdmuseum Schloss Wolfsthurn in Mareit und erfreuten nicht nur Museumsbesucherinnen und -besucher, sondern auch Wanderer und Dorfbevölkerung. Ihr Lebensraum hat sich durch den Borkenkäferbefall stark verändert, da die befallenen Fichten im Gehege entfernt werden mussten. Somit fehlten Einstand und Rückzugsmöglichkeit, eine artgerechte Haltung wir nicht mehr möglich. Die Agentur Landesdomäne hat angeboten, die Hirsche zu übernehmen. Seit Dezember 2022 leben sie im Gehege in Zans/Villnöß und fühlen sich sichtlich wohl, wie Stationsleiter Andreas Munter berichtet. 


Museumsgast als Pathologe. Interessierte Besucherinnen und Besucher können im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen in die Rolle eines Gerichtsmediziners oder einer Pathologin schlüpfen und über eine ganz neue 3-D-Animation die tödliche Pfeilspitze in Ötzis Schulter näher ansehen. Von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, werden aus konservatorischen Gründen etwa alle fünf Jahre computertomografische Aufnahmen angefertigt. Die CT-Aufnahmen können mit moderner medizinischer Software in 3-D-Modelle umgewandelt werden und vermitteln invasionsfrei ein realistisches Bild von Ötzis Körperinnerem. Diese Bilder ermöglichen es, den Mordfall Ötzi selber unter die Lupe zu nehmen.

at, au und kh

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