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17.04.2025

500 Jahre, 3 Länder, 1 Thema: Anlässlich der Bauernaufstände von 1525 im historischen Tirol stellen sich Museen an 31 Standorten der Frage: Wie gelingt ein gutes Leben für alle Menschen?

Albrecht Dürer, Drei Bauern, ca. 1497, Kupferstich (Foto: Museo Diocesano Tridentino)
Albrecht Dürer, Drei Bauern, ca. 1497, Kupferstich (Foto: Museo Diocesano Tridentino)

Der Sozialreformer und Bauernführer Michael Gaismair forderte 1525 Mitbestimmung und Gleichheit vor dem Gesetz für alle. 2025 blickt die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino mit dem Euregio-Museumsjahr nicht nur auf die Bauernaufstände zurück: Unter dem Motto "weiter sehen" nimmt sie die Ideen Gaismairs zum Anlass, Fragen nach Gerechtigkeit und sozialem Ausgleich, dem Umgang mit Krisen und Formen des Widerstands zu stellen.

Wofür kämpfen? 

Gedanklicher Startpunkt ist der radikale gesellschaftliche Umbruch im 16. Jahrhundert und die Geschichte der Bauernkriege. Ausstellungen dazu gibt es an den Originalschauplätzen in Brixen, Neustift und Sterzing. Auch im Trentino und in Tirol wird an die "Revolution des gemeinen Mannes" und die Erhebung gegen die Herrschenden erinnert. Mit dem Blick auf Formen des Widerstands und seine gesellschaftlichen Auswirkungen geht der Blick aber weit über den Gedenkanlass hinaus. Regional bislang wenig beachtet, thematisieren gleich mehrere Projekte die Folgen des historischen und gegenwärtigen Kolonialismus. Der Kampf für faire Arbeits- und Wohnverhältnisse und mit ihm die Frage nach sozialer Gerechtigkeit ist ein weiterer Schwerpunkt und spannt den Bogen in die Gegenwart. Veranstaltungsreihen und Ausstellungen beschäftigen sich mit der Ökologie in Zeiten der Klimakrise und ihren Folgen für die Landwirtschaft. Technologische und kulturelle Veränderungsprozesse runden das Themenspektrum unter dem Motto Kultur im Wandel ab. 

Vielfalt als Programm 

Rund 30 Einzel- und Kooperationsprojekte bilden den Kern des zweiten Euregio-Museumsjahres. Sie vereinen eine Vielzahl von Museen und Ausstellungsveranstaltern aus der gesamten Euregio. Mit dabei sind Geschichtsmuseen und Naturmuseen, Baudenkmäler und Häuser mit Kunst- oder Ethnologieschwerpunkt. So breit ihre Ausrichtungen, so facettenreich sind auch die Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsangebote. Wenn jedoch eine Frage die Projekte vereint, dann jene, wie ein gutes Leben gelingen kann und was jeder und jede Einzelne und wir als Gesellschaft beitragen können. Und müssen.

Zusammenarbeit stärken

Seit 15 Jahren bietet die Euregio eine Plattform, um die Zusammenarbeit der Museen in Tirol, Südtirol und im Trentino zu stärken. Mit dem ersten Euregio-Museumsjahr erreichte die grenzüberschreitende Initiative 2021 einen Höhepunkt. 2025 bietet die Neuauflage erneut Bühne und Möglichkeitsraum für Austausch und Begegnung in einer vielfältigen Museumslandschaft. Das facettenreiche Programm regt dazu an, die Euregio und ihr kulturelles Erbe zu erkunden – von Schwaz bis Riva, von Mals bis Heinfels und in zahlreichen Orten dazwischen.

red/gst

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