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Neue Tore zur Landesverwaltung

23.02.2026

Ein Job beim Land ist mehr als nur Arbeit. Er bedeutet Verantwortung für Südtirol. Mit einfacheren und schnelleren Verfahren macht die Landesverwaltung den Einstieg jetzt leichter denn je.

Das Land setzt auf die Weiterentwicklung der Personalaufnahme: Neue Prüfungsformate und straffere Abläufe sollen den Einstieg in die Landesverwaltung erleichtern. (Foto: Tiberio Sorvillo)
Das Land setzt auf die Weiterentwicklung der Personalaufnahme: Neue Prüfungsformate und straffere Abläufe sollen den Einstieg in die Landesverwaltung erleichtern. (Foto: Tiberio Sorvillo)

Wer heute einen Job sucht, will Klarheit und Tempo. Genau darauf reagiert die Landesverwaltung und hat die Personalaufnahme grundlegend weiter-entwickelt. „Der Einstieg soll einfacher werden, ohne Abstriche bei Qualität, Fairness oder Rechtssicherheit“, erklärt Personallandesrätin Magdalena Amhof. Öffentliche Wettbewerbe bleiben wie bisher - und wie auch rechtlich für öffentliche Verwaltungen vorgeschrieben - die Basis. Auch Zweisprachigkeit und klare Regeln gelten weiterhin für die Personalaufnahme. Neu ist aber der Weg dorthin. „Die Landesverwaltung hat ihre Abläufe Schritt für Schritt überarbeitet. Sie will schneller werden, einfacher und für Bewerbende leichter zugänglich“, sagt Amhof.

Auch die Landesverwaltung braucht nämlich für eine leistungsfähige Verwaltung engagierte Mitarbeitende:
„Wir wollen gute Dienste für die Bürgerinnen und Bürger. Dafür braucht es qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“, betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. Wer sich bewirbt, solle spüren, dass Engagement gefragt und Entwicklung möglich sei. Deswegen seien moderne Aufnahmeverfahren auch mehr als nur zusätzliche Technik. Sie seien vielmehr ein Zeichen von Wertschätzung von Anfang an.

Der Handlungsbedarf ist deutlich: Rund 5,5 Prozent der Stellen in der Landesverwaltung sind derzeit unbesetzt. Zudem gehen in den kommenden Jahren weitere erfahrene Mitarbeitende in Pension. Allein im Jahr 2024 wurden 434 Stellen ausgeschrieben. Mehr als 1.600 Bewerbungen gingen ein. 625 Bewerberinnen und Bewerber schafften es in die Rangordnungen.

„Diese Zahlen zeigen, wie groß das Interesse ist, aber auch, wie anspruchsvoll die Verfahren organisatorisch für die verschiedenen Berufsprofile sind“, erklärt Ressortdirektor Günther Burger. 2025 hat das Land 38 Wettbewerbe abgewickelt. Ein einzelner Wettbewerb umfasse von der Vorprüfung bis zur Einstellung bis zu 60 Arbeitsschritte, erläutert Burger.

Straffe Abläufe und neue Prüfungsformate. Um darauf zu reagieren, setzt die Landesverwaltung auf moderne Verfahren. Abläufe werden gestrafft, Zuständigkeiten klarer geregelt und digitale Instrumente eingeführt. Bewerbungen erfolgen bereits über ein zentrales Online-Portal. Voraussetzungen werden teilweise erst nachgelagert geprüft. Das spart Zeit, und zwar für Bewerbende ebenso wie für die Verwaltung.

Seit Ende 2024 werden zudem neue Prüfungsformate erprobt. Schriftliche Prüfungen finden teilweise digital und als Multiple-Choice-Test statt. Für bestimmte Berufsprofile, bei denen ein hoher Bedarf besteht, genügt eine mündliche Prüfung. Bei befristeten Aufnahmen entscheidet die Qualifikation, ganz ohne Prüfung. Studienabschlüsse, IT-Kenntnisse und Zweisprachigkeitsnachweise bestimmen die Reihung.

Mit Speeddating zum Job. Ein weiteres neues Instrument sind sogenannte Speeddatings. Dabei lernen Bewerberinnen und Bewerber die Fachbereiche direkt kennen. Wünsche und Stärken werden direkt besprochen. Die Entscheidung fällt rasch. Teilweise an einem einzigen Tag. „Die Stellenzuweisung erfolgt somit gebündelt und deutlich schneller als bisher“, sagt der Direktor des Landesamts für Personalaufnahme Maurizio Pacchiani.

Parallel dazu stärkt das Land auch die internen Strukturen. Jede Abteilung hat inzwischen feste Personalreferentinnen oder -referenten. Zudem werden die Prüfungskommissionen gezielt geschult. Zusätzliches Fachpersonal unterstützt die Abwicklung der Wettbewerbe. Einheitliche Modelle für gleiche Berufsprofile sollen weiter Kosten für die Landesverwaltung senken und Verfahren vereinfachen.

Nach wie vor biete der Landesdienst sichere Arbeitsplätze, Sinn und Perspektiven, sagt der Direktor der Landesabteilung Personal Albrecht Matzneller und verweist auf die Möglichkeiten und Leistungen des Landes wie Gesundheitsfonds, Essensgutscheine, Aus- und Weiterbildungen, flexible Arbeitszeiten, Smart Working und vieles mehr.

san

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