Nachhaltig konsumieren
Nachhaltigkeit ist in aller Munde – doch was können wir tun? Mehr reparieren und Abfall besser trennen sind zwei konkrete Antworten.
Wohin mit dem defekten Toaster? Was tun mit einem Holzstuhl, der wackelt, oder dem Regenschirm, der klemmt? Im Repair Café in der Bozner Dalmatienstraße 77 ist montags immer viel los. Eine Gruppe von ehrenamtlichen Expertinnen und Experten stellt ihr Know-How zur Verfügung und repariert, flickt, bastelt, um die Lebensdauer gebrauchter Alltagsgegenstände zu verlängern. Ganz ähnlich sieht es in Brixen aus, wo einmal im Monat Freiwillige kaputte Gegenstände reparieren und - ebenso wie in Bozen - auch gerne zeigen, wie das geht. „Reparieren macht Spaß, ist oft überraschend einfach und spart Geld und wertvolle Ressourcen“, erklärt Verena Dariz von der OEW-Organisation für Eine solidarische Welt, die die Trägerschaft der Repair Cafés in Brixen und Bozen überhat. „Mit den Repair Cafés können wir unsere Fähigkeiten im Reparieren stärken und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das will auch das Materialverwertungszentrum „REX - Material und Dinge“ in Brixen, das Secondhand-Bereich für Alltagsgegenstände, Bastelmaterial-Lager für pädagogische und gemeinnützige Einrichtungen und Upcycling-Aktivitäten vereint. Ziel ist es dabei immer, ungenutzte, scheinbar wertlose, aber durchaus noch brauchbare Materialien zurück in den Kreislauf zu führen.
Kreislaufwirtschaft fördern. Diese Beispiele zeigen: Nachhaltiger Konsum und Kreislaufwirtschaft hat viele Gesichter. Ein Umdenken in Bezug auf Abfall und Konsum zu unterstützen, hat sich auch das Landesamt für Abfallwirtschaft in der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz zur Aufgabe gemacht. „Unser Lebensstil hat erhebliche Auswirkungen auf unser Klima“, unterstreicht Amtsdirektor Giulio Angelucci. „Wollen wir einen nachhaltigen ökologischen Fußabdruck hinterlassen, müssen wir unseren Lebensstil völlig überdenken.“ Das gilt insbesondere für den Lebensmittelbereich. „Jeder von uns produziert etwa 60 Kilogramm organische Abfälle pro Jahr, die zu einer wertvollen Ressource werden können”, unterstreicht Angelucci.
Organische Abfälle verwerten. In den Biomüllvergärungsanlagen in Lana und Toblach werden aus organischen Abfällen durch anaerobe Vergärung Biogas und Strom erzeugt. Daneben gibt es in Südtirol ein landesweites Netz an Kompostieranlagen, die aus organischen Abfällen Qualitätskompost erzeugen, der für die Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt werden kann. „Es ist ein Kreislauf – damit dieser funktioniert ist eine saubere Sammlung von Bioabfällen wichtig; diese müssen frei von Störstoffen sein.“ Die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger nimmt daher einen großen Stellenwert ein: Was ist organischer Abfall, wie läuft der Vergärungs-, wie der Kompostierungsprozess ab? Diese Fragen beantworten drei Erklärvideos im Rahmen des Interreg Europe Projekts CORE (Composting in Rural Environments – Kompostieren im ländlichen Raum), an dem Südtirol teilnimmt.
Zu den Repair-Cafés in Bozen und Brixen:
https://oew.org/partnerprojekte-in-suedtirol/repair-cafe/
Zu den Erklärvideos zum organischen Abfall:
https://umwelt.provinz.bz.it/de/abfall-boden/europaeisches-core-projekt
mpi
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