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Pnrr in Südtirol

23.05.2024

Auf dem Südtiroler Landesgebiet werden innerhalb 2026 zahlreiche Projekte mit Pnrr/Pnc Mitteln realisiert.

Grafik: Task Force PNRR/Abteilung Europa
Grafik: Task Force PNRR/Abteilung Europa

Im Monitoring der Taskforce des Landes zum staatlichen Plan für Wiederaufbau und Resilienz (Pnrr) scheinen Anfang April 2024 1.809 genehmigte Projekte für einen Betrag von 644,9 Millionen Euro auf. Zugewiesen wurden insgesamt 855,1 Millionen Euro. Die Gesamtsumme ist gesunken, weil die EU-Kommission im Dezember 2023 eine Änderung des Pnrr verabschiedet hat. Einige Investitionen wurden aus dem Plan herausgenommen und dafür neue Initiativen eingebaut. Die italienische Regierung hat diese Änderungen Anfang März formalisiert. Der Pnrr Italiens umfasst daher aktuell 194,4 Milliarden Euro aus dem Recovery Fund (vorher 191,5 Milliarden Euro) und wird von weiteren 33,2 Milliarden Euro aus einem nationalen Fonds für zusätzliche Investitionen (Pnc) ergänzt.

Digitalisierung, ökologischer Wandel und soziale Inklusion. Der Pnrr konzentriert sich auf drei strategische Felder, nämlich Digitalisierung, ökologischer Wandel und soziale Inklusion, und ist in sieben Missionen unterteilt: Digitalisierung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Kultur und Tourismus; Grüne Revolution und ökologischer Wandel; Infrastruktur für eine nachhaltige Mobilität; Bildung und Forschung; Zusammenhalt und Inklusion, Gesundheit und die neue siebte Mission REPowerEU.

Südtirol setzt als so genanntes Leuchtturmprojekt das Maßnahmenpaket „Simply Digital“ um. Insgesamt werden über 60 Millionen Euro in die Digitalisierung investiert: zum Beispiel für ultraschnelle Netzwerke oder für digitale Plattformen und Dienste (Optimierung SPID/CIE, PagoPA). Ebenfalls in der Mission 1, im Rahmen der Initiativen für die Aufwertung und die Neugestaltung historischer Dörfer, werden in Südtirol mit circa 28,2 Millionen Euro Projekte der Gemeinden Stilfs, Schnals, Enneberg und Salurn finanziert.

Am meisten Geld wird in Südtirol in die grüne Revolution und den ökologischen Wandel investiert, nämlich 353 Millionen Euro. Mit etwa 106 Millionen Euro schlägt die Verbesserung der Netzinfrastruktur zu Buche, davon sind 92,5 Millionen Euro für die Klimastabilität des Stromnetzes (Verteilung und Übertragung) bestimmt. Für Projekte zur Eindämmung der hydrogeologischen Risiken stehen 25 Millionen Euro zur Verfügung, während für nachhaltige Mobilität 37,5 Millionen Euro bereitgestellt werden.

132,6 Millionen Euro werden in Bildung und Forschung investiert: 66 Millionen Euro für Kinderhorte und Kindergärten, Ganztagsbetreuung, Mensen, Schulsportinfrastrukturen und Sicherheit der Schulbauten; mit 26,5 Millionen Euro wird die Digitalisierung und technologische Ausstattung der Schulen vorangetrieben, für Innovation und Forschung gibt es 27 Millionen Euro.

Für den Bereich Gesundheit stehen insgesamt 104,7 Millionen Euro an Pnrr-Geldern zur Verfügung – 20,7 Millionen Euro fließen in die Modernisierung der digitalen und technischen Ausrüstung der Krankenhäuser, 16,4 Millionen Euro in Maßnahmen für Erdbebensicherheit. Für wohnortnahe Versorgung kommen 14,4 Millionen Euro aus dem Pnrr-Topf. Geld gibt es auch für die elektronische Gesundheitsakte, Telemedizin und Gemeinschaftskrankenhäuser.

Es folgen schließlich Gelder für Zusammenhalt und Inklusion, welche in mehrere kleine Projekte investiert werden. Mit 40 Millionen Euro geht praktisch der gesamte Etat zu Gunsten von Infrastruktur und Mobilität an die Bahnprojekte Riggertalschleife und Virgltunnel. Die Mittel für REPowerEU werden in den nächsten Monaten zugewiesen.

uli

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