Sagen der Ladiner als Weltkulturerbe
Dolasila, die Gana von Puez, die Nachtigall vom Langkofel - die ladinischen Sagen sollen UNESCO-Weltkulturerbe werden. Dazu werden sie nun digital erfasst.
Die Dolomiten-Berge gehören bereits zum UNESCO-Welterbe, die Sagen der Ladiner, die sich vielfach rund um dieses Gebiet ranken, sollen es noch werden. Jahrtausende lang wurden die ladinischen Sagen weitererzählt. Ob Dolasila, die Gana von Puez, die Nachtigall vom Langkofel oder die Sage dazu, woher die Dolomiten ihre bleiche Farbe haben – sie alle werden nun in ein digitales Archiv eingespeist. „Das Archiv soll sozusagen das immaterielle Agen-Erbe der Ladiner erfassen und so auch Zeugnisse der kulturellen Vitalität und Produktivität der ladinischen Orte bewahren helfen, und zwar in Literatur, Kunst, Musik, kollektiver Vorstellungskraft und anderen Formen“, erklärt der Koordinator des Vorhabens Carlo Suani.
Für die die Einstufung als Weltkulturerbe gibt es laut Professor Pier Luigi Petrillo, Inhaber des Unesco-Lehrstuhls an Universität Unitelma in Rom, die das Vorhaben begleitet, genaue Kriterien, die eingehalten werden müssen. Schritt für Schritt das das Vorhaben, die ladinischen Sagen als UNESCO-Weltkulturerbe einzustufen, weiterverfolgt werden.
"Die ladinischen Sagen verbinden nicht nur die ladinischen Orte rund um die Dolomiten, sondern auch mehrere Alpenländer kulturell und sprachlich und sind deshalb besonders wertvoll", betont der ladinische Kultur- und Bildungslandesrat Daniel Alfreider. Die Anerkennung der Sagen der Ladiner als Weltkulturerbe würde die Sagen aufwerten und darüber hinaus aber auch die ladinische Kultur und Sprache insgesamt, was für eine Minderheit wichtig sei, so der Landesrat.
san/red
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