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Viel für die Zukunft bewegen

07.03.2024

Der Beteiligungsprozess rund um die Umsetzung des „Klimaplans Südtirol 2040“ nimmt Fahrt auf. Klimabürgerrat und Stakeholder Forum Klima sind an der Arbeit.

Klimabürgerrat und Stakeholder Forum Klima: Bis Juni 2024 sind insgesamt zehn Arbeitstreff en geplant. (Foto: Fabio Brucculeri)
Klimabürgerrat und Stakeholder Forum Klima: Bis Juni 2024 sind insgesamt zehn Arbeitstreff en geplant. (Foto: Fabio Brucculeri)

Wie Klimapolitik konkret geht, darüber diskutieren seit Ende Jänner Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vertretende von Interessensgruppen und Organisationen. Aktive Partizipation nennt sich das, wozu sich die Landesregierung bei der Verabschiedung des „Klimaplans Südtirol 2040“ im Juli 2023 verpflichtet hat. Die beiden Gremien, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll, haben ihre Arbeit aufgenommen: Es handelt sich um den Klimabürgerrat und um das Stakeholder Forum Klima. 

Repräsentativer Querschnitt der Gesellschaft. Der Klimabürgerrat besteht aus 56 Bürgerinnen und Bürgern. Sechs Jugendliche wurden vom Jugendring ermittelt, 50 Erwachsene wurden vom Landesstatistikinstitut ASTAT mittels Stichprobenziehung ausgewählt. Teresa Kiermeyer, Lehrerin und Mutter, ist eine davon: „Im Kleinen zu versuchen, ganz viel für die Zukunft zu bewegen“, sei ihre Motivation, an diesem Prozess mitzuarbeiten. Zu tun gibt es genug: Aufgabe des Bürgerrats ist es, die Maßnahmen des Klimaplans zu prüfen, zu ergänzen und konkrete Vorschläge für die Umsetzung zu entwickeln. 

Auch das Stakeholder Forum Klima setzt auf konkrete, tragfähige Vorschläge. Darin ist die organisierte Südtiroler Zivilgesellschaft vertreten - 75 Mitglieder aus den Bereichen Gewerkschaften, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft. In fünf Fachgruppen befassen sie sich mit den Themen Mobilität, Wohnen, Energie, Konsum und Produktion, Ernährung und Landnutzung, aber auch mit den Querschnittsthemen Kommunikation & Bewusstseinsbildung und Soziale Gerechtigkeit. Ziel ist es, verschiedene Positionen und Interessen in den Klimaplan zu integrieren. Das bestätigt Johannes Ortner, Vertreter der Allianz für Kultur: „Es gilt, mit der Expertise jener Menschen, die sich schon lange mit dem Thema auseinandersetzen, Impulse für eine enkeltaugliche Zukunft zu geben.“ 

Vielfalt der Meinungen. Wichtig sei, dass alle gehört werden, zuhören und neugierig bleiben, sagt Prozessbegleiterin Sabine Frei. Ein Team aus Moderatoren und Moderatorinnen begleitet die beiden Beteiligungsformate. Auch ein wissenschaftlicher Fachbeirat steht beratend zur Seite. 

Die Ergebnisse des Klimabürgerrats und jene des Stakeholder Forums Klima werden in zwei Abschlussdokumenten festgehalten, die im Herbst der Landesregierung präsentiert werden.

mpi

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