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Wo Visionen und Recycling aufeinander treffen

20.04.2023

In der Kreativwerkstatt „Vintola 18“ in Bozen finden Kinder und Jugendliche Freiraum für Fantasie.

Ein Mädchen bastelt mit einem Stück Recycling-Karton: Viele Möglichkeiten, ihre kreative Seite auszuleben, bietet das Kreativatelier „Vintola 18“. (Foto: Landesdirektion ital. Kindergärten)
Ein Mädchen bastelt mit einem Stück Recycling-Karton: Viele Möglichkeiten, ihre kreative Seite auszuleben, bietet das Kreativatelier „Vintola 18“. (Foto: Landesdirektion ital. Kindergärten)

Sie arbeiten mit Karton oder Plastik, einem Stück Geschenkpapier oder sogar einem einfachen Stück Gummi. Reste, die unter den Händen der Kinder wiedergeboren werden. So verbinden sich Recycling und Kreativität. Das ist keine Utopie, sondern das Projekt der Kreativwerkstatt, das kürzlich in Bozen im Jugendzentrum Vintlerstraße – „Vintola 18“ eingerichtet und eröffnet wurde. Es ist der erste Ort dieser Art im Land, der die Kreativität von Kindern bereits ab einem Alter von drei bis sechs Jahren fördert. „Es ist wichtig, von den ersten Jahren an eine Beziehung zu den jungen Menschen und ihren Familien aufzubauen“, betont der Präsident des Vereins „Vintola 18“, Luciano Altieri. Die Vernetzung von Schule und Kultur entspringt einer gemeinsamen Absicht: Werkzeuge für das Wachstum zu entwickeln, bei denen Kreativität ein grundlegender Bestandteil des Lernens ist. 

Freiraum für Fantasie. Das Kreativatelier „Vintola 18“ ist offen für die Vorstellungskraft und Fantasie der Kinder – dank der Zusammenarbeit mit dem Verein ReMida Bologna. Seit vielen Jahren ist dieser in Italien für die kreative Wiederverwertung von Industrieabfällen bekannt. Manuela Pierotti, die Landesdirektorin der italienischsprachigen Kindergärten, sieht im ersten Projekt dieser Art in Südtirol einen großen Wert: „Recycelte Materialien sind ungewöhnlich und schulen das flexible Denken – eine immer wertvollere Fähigkeit für die Zukunft.“ 

Am Vormittag können im Raum „Vintola 18“ die Kleinkinder ihre manuellen Fähigkeiten und „eigenständiges Denken“ entwickeln, nachmittags sind Aktivitäten für ältere Kinder an der Reihe. „Das Projekt ermöglicht uns vor allem, mit einer neuen Form von Jugendzentrum zu experimentieren. Es richtet sich an ein breites Spektrum von Menschen, und zwar an Dreijährige mit dem Kreativatelier in Zusammenarbeit mit dem italienischen Schulamt bis zu jungen Erwachsenen mit Projekten wie der Universitätstheatergruppe, die mit dem Teatro Stabile di Bolzano realisiert wird“, sagt Claudio Andolfo, stellvertretender Direktor der Landesabteilung italienische Kultur. Die künftigen Generationen werden so gestärkt und aufgewertet. Und das Schöne wird zu einem wertvollen Element für ihr Wachstum. Im Kreativatelier hat die Zukunft bereits begonnen.

tl/uli

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